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01.09.2014

Zum Abschied noch mal an den Anfang

Mmh, da bin ich wieder, angekommen in Kathmandu. Heute ist ein großes Hindufest. Das Fest an dem die Hindufrauen Shiva anbeten und ihm für ihren tollen Ehemann danken. Naja... Aufregend ist es in jedem Fall. überall vor den Tempeln sind lange Schlangen von festlich angezogenen Frauen. Alle tragen rote Saris. Es ist ein großartiges Bild, sehr bunt und fröhlich.
Ich lasse mich von den Farben berieseln und laufe durch die Gassen.  Lustig, mir macht die Hitze und der Staub grad gar nichts aus. Ich bin zufrieden im Hier und Jetzt. Gutes Gefühl, finde ich.

Bevor es endgültig wieder nach Hause geht, habe ich noch 2 Tage, die nach weiteren Entdeckungen rufen. Also wieder ein City Guide, der mit mir die Durbar Squares erkunden geht.
Im Kathmandu-Tal gibt es drei dieser Plätze, die immer irgendwas royales bedeuten. Durbar Square der königliche Platz. Heute sind alle Museen und zum Teil Unesco Weltkulturerbe. 

Drei von diesen royalen Plätzen bedeutet, dass es drei Königreiche im Kathmandutal gab. Irgendwann sind die Königreiche dann zusammengeschlossen worden und waren ein Reich, bis der König verschwunden war. Die Plätze selber erscheinen mir nach einem komplizierten Muster erstellt. Ich habe noch bis heute noch nicht verstanden, was wo ist und vor allem warum. Einen Palast gibt es immer - klar, irgendwo muss der König mit seiner Familie ja auch wohnen, Dann gibt es aber noch so viele andere Tempel, Plätze und Gebäude, dass mir ganz schwindelig wird, alleine vom Gedanken. 

Besonders gefallen hat mir das Museum am Patan Durbar Square. Als einziges Gebäude ist es wirklich gut erhalten und schön restauriert. In verständlicher Weise erklärt dieses Museum den Zusammenhang von Buddhismus und Hinduismus. Während ich durch die Ausstellung schlendere gehen mir diverse Lichter auf. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich alles behalten habe, aber in dem Moment war mir vieles klar. Und das Museum werde ich auf jeden Fall in guter Erinnerung behalten. Es wirkte irgendwie skandinavisch. Schlicht, erklärend, ordentlich. Das mag ich.

Bekannt sind diese Königsplätze vor allem für die Architektur. Auskennen tue ich mich mal wieder nicht, aber ich lerne, dass es großartige Beispiele für den Newari Stil sind. In meinen Augen sind die Häuser vor allem reich verziert mir kunstvollen Schnitzereien. Jeder Türrahmen ist ein Kunstwerk für sich. In der Gesamtheit, ein glasklarer Grund für die UNESCO diese Plätze als beschützenswert anzusehen. Es ist ziemlich warm im Kathmandutal und ich bin ziemlich erschöpft. 


Abends freue ich mich über eine herzliche Einladung zum Abendessen. Etwas außerhalb mit wunderbarem Blick auf die umliegenden Reisfelder und das Nachbarkloster, sitze ich bei meinem Guide auf dem Balkon, spiele mit seinen Kindern und lasse es mir gut gehen. Ich bin zufrieden, solange ich nicht daran denke, dass nur einen Tag später dieser wundervolle Urlaub zu Ende sein soll. 
Mein letzter Urlaubstag vergeht viel zu schnell. Noch einmal laufe ich durch Thamel und gucke die Häuser und Geschäfte an. Ein bisschen einkaufen gehört natürlich auch dazu. Neben Tee, Yakwolle und Schals kaufe ich ein paar Kalender aus einem Werkstattprojekt und fühle mich gut, etwas sinnvolles getan zu haben. Zum Abschluss des Urlaubs, quasi als Stärkung für zu Hause, gönne ich mir eine Massage, inklusive Haare schneiden. Letzteres ist eines der wenigen Dinge, die ich in Nepal nicht unbedingt wiederholen werde... Zufrieden mache ich mich abends, nach einer letzten Momo-Mahlzeit, auf den Weg zum Flughafen. Die Arbeit wartet auf mich. Und ich freue mich, in meine kleine heimelige Welt zurückzukehren.

07.08.2014

Eine Reise durch die Geschichte

Den ganzen ersten Tag bin ich durch Thamel (das Touristenviertel) und den Old Bazar gelaufen und habe geguckt und gestaunt. Es ist warm. Der europäische Wetterbericht muss noch ordentlich dazulernen, wenn es um die Temperaturangaben geht. Statt der versprochenen 23°C sind es eher 35°C. Die Regenmenge hingegen stimmt. Allerdings sehr konyentriert und nur nachts - welch ein Glück! Mein erstes Abendessen waren Momos, kleine tibetische Teigtaschen, die gedämpft werden und soooooooo lecker sind. Davon könnte ich noch ne ganze Menge mehr essen.
Das Guest House hat feste Zeiten für Strom und für keinen Strom. Immerhin kann ich mich so drauf einstellen, wann das Licht geht und wann nicht. 
Nach einer lauen Nacht, mit beruhigendem Regengeprassel, genieße ich ein sehr europäisch aussehendes, aber fremdartiges schmeckendes Frühstück. Gut gestärkt, treffe ich mich mit einem Cityguide, der mir die wichtigsten Tempel zeigen soll.
Unser erstes Ziel ist Swayambhunath, der Tempel ist auch als Affentempel bekannt und einer der größten buddhistischen Tempel Nepals. Zum eigentlichen Gelände, führen 365 Stufen, exakt die Anzahl der Tage eines Jahres. Falls man nicht jeden Tag zum Tempel gehen kann, reicht einmal im Jahr  - dann halt 365 Schritte. Na wenn das so ist... Schnell verstehe ich auch, warum der Tempel Affen Tempel genannt wird. Hier sitzen und laufen und hüpfen überall Affen herum. Ja, echte richtige, freilebende Affen. Die sind heilig hier an diesem Hügel und keiner darf ihnen was tun. Gut so! Die Affen sind übrigens der Legende nach, verwandelte Kopfläuse. Na lecker... Die Studen sind wir schnell hoch gelaufen und mir ist schon schön warm. Ursprünglich war das Kathmandu-Tal mal ein See, der dann von einem chinesichen Mönch (?) Manjushri der Stöpsel gezogen wurde und das Wasser abfloss (etwas mehr wissenschaftlich wohl eher ein Erdbeben, das einen natürlichen Damm zerstört hat). Auf jeden Fall ist das Kathmandu Tal entstanden und noch heute da. Der Tempel ist aus einer Lotusblüte entstanden und ebenfalls noch heute da. 
Ja und ich stehe nun da. Weiß nicht so richtig, was ich denken und fühlen soll. Ehrfurcht, Freude, Neugier. Irgendwas dazwischen auf jeden Fall. Und alles gleichzeitig auch. Hier gibt es soooo viel zu sehen und ich weiß nicht, wo ich anfangen soll, zu gucken. Vielleicht bei den Gebetsmühlen und Mani Tafeln. Die Gebetsmühlen enthalten die 108 wichtigsten Gebete und jedes mal, wenn man sie dreht (natürlich nur mit der rechten Hand, deswegen immer nur im Uhrzeigersinn rumgehen!!) hat man gleich alle gebetet. Praktische alle diese Abkürzungen. Die Mani Steine. Das Mantra Om Mani Padme Hum ist auf die meisten geschrieben und eigentlich betet man es, wenn man an den Steinen vorbeigeht. 
Im Zentrum des Platzes ist eine Stupa, ein Aufbewahrungsplatz für Reliquien. Meistens sind es Hügel/Halbkugeln in denen die Reliquie liegt. Auf dem Hügel ist ein Symbol für die Erleuchtung, 13 Stufen, Ringe oder ähnliches. Oft sind auch Buddhas 3 Augen draufgemalt. In Gold leuchtet der Aufbau und es wuselt. Überall sind Menschen und wuseln um mich herum. Einige arbeiten, andere gucken ihnen beim arbeiten zu und weitere gucken denen, die zugucken, beim zugucken zu. Touristen, machen Bilder und staunen, Pilger drehen die Gebetsmühlen und zünden Butterkerzen an und Mönche laufen von einer Ecke in die andere. Dazwischen sitzen Souvenirverkäufer und Opfergabenhändler. Ein bisschen muss ich an die Geschichte denken, als Jesus die Händler aus dem Tempel gescheucht hat. Ich finde, Souvenirverkäufer, die T-Shirts und Kühlschrankmagnete anbieten, haben in einem Tempel nichts zu tun. Ich kaufe auf jeden Fall nichts und versuche mich nicht stören zu lassen.
Hier in/auf Swayambhunath gibt es auf jeden Fall ein Kloster, das wir besichtigen können. Also Schuhe aus und staunen. Andächtig stehe ich in diesem Tempel, neben mir sitzt ein Mönch und liest murmelnd in einem heiligen Buch. Ich halte die Luft an und versuche, dieses Gefühl hier zu sein, zu konservieren. Ich hoffe, es gelingt mir. In einem kleinen Häuschen, hängt eine große Gebetsmühle, bewacht wird sie von einem kleinwüchsigen Geschwisterpaar - die natürlich etwas für das Bewachen haben wollen. Ich komme mir vor, wie in einem schlechten Film, schüttel die Gedanken an "Behindertenaustellungen" ab und gehe weiter. In einem verkommenen Häuschen, sind Statuen ausgestellt. Schade, dass die nicht erhalten und schön dargestellt werden. Die Statuen hätten es wohl verdient.
Nach über 2 Stunden intensiven Guckens, gehen wir weiter, die Stufen auf der anderen Seite der Anlage runter. Da werden wir abgeholt und fahren rund eine halbe Stunde durch den dichten Verkehr. Und dann halten wir am Ufer des Bagmati Flusses. Der heiligste Fluss Nepals. Eher unscheinbar wirkt der Eingang zum Pashupatinath Tempel. Nach einem buddhistischen, jetzt ein hinduistischer Tempel. In den eigentlichen Tempel dürfen Nicht-Hindus nicht rein. Hin und wieder beschleicht mich der Gedanke, dass Hindus Angst haben, dass Nicht-Hindus ihnen den Glauben klauen... Ich will nichts klauen oder abgucken oder kaputt machen und begnüge mich mit einem Blick durch die Tür. Ich sehe das Hinterteil von Shivas Ochse Nandi. Die ganze Tempelanlage ist Shiva gewidmet. Im Hinduismus, lerne ich, gibt es über 333 Millionen verschiedene Götter und Göttinnen. Die haben alle ihre persönliche Aufgabe. Aber letztendlich fällt alles auf 3 Götter zurück. Brahma der Schöpfer, Vishnu der Erhalter und Shiva der Zerstörer. Und eigentlich kann Shiva sich auch in Brahma und Vishnu verwandeln - also gibt es vielleicht doch nur einen Gott im Hinduismus. Aber warum ausgerechnet derjenige, der als der Zerstörer bekannt ist? Wieder mal bin ich dankbar, kein Hindu zu sein. Vielleicht verstehe ich aber auch nicht genug vom Hinduismus, um ihn entsprechend würdigen zu können?

Während ich noch über Religion im Allgemeinen und Speziellen nachdenke, sind wir am Fluss angekommen. Da ist eine überdachte Uferpromenade, wo viele Leute rumstehen. Und es liegen große Holzstapel rum. Das ist doch wohl nicht? Oder doch? Vielleicht?? Aber die werden doch nicht? Doch, es sind Ghats, die Kremierungsstätten. Jetzt stehe ich auf der anderen Seite des Bragmati Flusses und Nepal und gucke bei Bestattungen zu. Ist das die Realität oder wache ich gleich auf? Nein, ich merke, wie die Sonne brennt. Ich bin wohl wach. Wieder weiß ich nicht, wo ich zuerst hingucken soll. Soll ich zu den Kremierungsstätten gucken oder zu den Waschungen. Die Verstorbenen werden hier im Fluss erstmal gewaschen. Also die Füße ins Wasser, der Kopf wird mit heiligem Wasser aus dem Tempel gewaschen. Und dann werden die Leichen dekoriert und mit Blumen geschmückt. Zum Anzünden bekommen sie ein Büschel Stroh (und ein bisschen Benzin) in den Mund gesteckt. Die Witwen dürfen sich übrigens nicht mit auf den Scheiterhaufen legen. Die Witwenverbrennung ist in Nepal inzwischen verboten... Ich muss meinen Kopf kaum drehen, um die Höhlen der Yogis, Sadhus und andrer Asketen zu sehen. Den Kopf in die andere Richtung gedreht und ich sehe Shiva Tempel mit Lingas. Eines der Shivasymbolen. Davon gibt es in dieser Tempelanlage mehrere. 
Inzwischen ist es brütend heiß und ich sehe mich nach ein bisschen Schatten, einem Becher Tee und einer Runde Schlaf. Das kommt später, jetzt fahren wir erstmal zu einem weiteren buddhistischen Tempel. 
Boudhanath ist einer der größten Stupas Nepals, vielleicht sogar die größte. Völlig unscheinbar hinter Häusern versteckt, ist dieses Kunstwerk. Ich hätte das nie im Leben gefunden. Einzig der Kartenverkäufer ist als Hinweis auf dieses Wunderwerk. Auch hier liegen wieder Reliqiuen drin versteckt. Eine große Halbkugel auf der diese 13 Stufen, die Augen Buddhas und ganz, ganz viele Gebetsflaggen und -mühlen sind. Nach dem ersten Umrunden des Stupas, bin ich immer noch überwältigt von dessen Anblick und möchte noch mal rumgehen. Kein Problem, so lange ich mich an den Uhrzeigersinn halte. Ein Besuch in einem der umliegenden Klöster, einer der jungen Mönche möchte mir gerne den Hauptgebetsraum zeigen. Gerne, den gucke ich mir an. Bunt ist es, sehr bunt. Und für meinen Geschmack sind die Gemälde sehr naiv. Und fremdartig, so viele Figuren, Götter und vorne guckt Buddha tiefenentspannt zu.
Ich bekomme eine Kurzeinführung im meditieren und versuche es. Lange kann ich mich nicht völlig ausschalten und mein Bauch meditiert auf ganz eigene Weise mit deutlichen Knurrgeräuschen. Ich habe Hunger! Um den Besuch in Boudhanath abzurunden, gehen wir essen. Ich versuche mich an einem Gericht mit Soyabohnen und Erdnüssen in Chilisauce und Hühnchen, in der gleichen Sauce. Leeeeeecker. Davon könnte ich mehr essen. Dipack, der Guide guckt mit großen Augen, als ich mit gutem Appetit das Essen genieße. Er sagt, ihm wäre das zu scharf gewesen. Ich fand es lecker...

1. kommt es anders

und 2. als man denkt. Aber so ist der Urlaub und damit das Leben. Der Start haette schöner nicht sein können. Qatar Airways ist der Hammer. Der Flug war nicht nur luxueriös, sondern gehört definitiv in die Tp 10 meiner bisherigen Flüge. Da hat einfach alles gestimmt. Naja und ich habe gut geschlafen. Inzwischen habe ich es aufgegeben, etwas lesen zu wollen, das klappt eh nicht. In Qatar war es erstmal warm. 40°C und recht feucht. Einreisen, in die Stadt fahren und eine Runde in der Mall drehen. Mir sind schier die Augen aus dem Kopf gefallen, als ich durch den Supermarkt geschlendert bin. 4 Jahre Rema-Auswahl lasen grüßen. Hier gab es alles, aber auch wirklich alles und was mich total erstaunt hat, ganz viel Öko-Bio-Zeug. Ich kaufe Kekse mit arabischer Schrift drauf. Leibniz Butterkekse, Oreo und Marie-kjeks bekome ich auch zu Hause. Dann gehe ich (au wei, ganz alleine...) zum Wasser und erkunde die Uferprmenade. Ein einziges Outdoor-Fitness-Studio mit Geräten und Anleitungen. Zum Abschluss des Spaziergangs (und Besuchs in Doha) darf ich mir die Wasser-Licht-Show angucken. Staunend stehe ich da und gucke. Dann fahre ich zurück zum Flughafen und bekomme doch ein bisschen feuchte Hände... Was ist, wenn mir Nepal nicht gefällt? Tja, es gibt kein zurück, ich fliege weiter.
Nach viel zu wenig Schlaf (kein Wunder, der Flug dauert nur 4,5 Stunden, da komme ich einfach nicht auf die normalen 8 Stunden...) fange ich an zu blinzeln. Neben mir ist es hell, die Sonne scheint. Und da, in den Wolken steht ein Berg. Oh wow, ich bin da. Noch ein Berg und noch ein Berg steckt seinen Kopf durch die Wolken. Ja doch, hier will ich sein, irgendwas zieht mich magisch an. Das Kathmandu-Tal ist vor allem eins: grün! Wir landen und ich fühle mich auf den Flughafen von Addis Abeba zurückversetzt. Alles ein wenig, ähm tja, schäbig und alt. Seit den 60/70er Jahren ist nichts mehr gemacht worden. Mein sorgfältig auf den Antrag geklebtes Passbild wird direkt am Schalter abgekratzt, ich will lieber gar nicht wissen, warum die dann ein Bild von mir wollten, wenn es eh nicht auf dem Antrag bleibt. Egal... Auch dass der Grenzbeamte behauptet, nur das 90 Tage Visum wäre multiple-entry, lasse ich so stehen. Ich hatte keine Lust, nicht einreisen zu dürfen, also bezahle ich mit einem Schlucken die 100$ US$, natürlich (statt 40, für das 30 Tage multiple-entry Visum) und gehe zu meiner Tasche, die schon Karusell fährt. Den Taxifischern kann ich entgehen und freue mich, dass ich einen Transport organisiert hatte. Ich werde mit einer Flasche Wasser und einer Blumenkette (naja...) empfangen und zum Hotel gefahren. Der Fahrer fragt, wie der Flug war und b ich schon von der Katastrophe gehört hätte. Danke, der Flug war toll, aber ne Katastrophe ist mir unbekannt. Sofern er nicht einen der laufenden Kriege meint. Nein, das meint er nicht, aber der Erdrutsch in Nord-Nepal. Mehrere Dörfer verschüttet, mindestens 160 Menschen tot geborgen, 3-5000 vermisst und keine Landverbindung nach China. Oh... Ich will doch, aber... Naja, erstmal ins Hotel und Gedanken sammeln. Ich wollte doch... Tief durchatmen und das Reisebüro suchen, mit denen ich in die Myagdi Region will. Die wissen auch von der Katastrophe und wollen mir gerne helfen. Erst versuchen wir einen Flug nach Lhasa zu buchen. Das wird aber nichts. Ich kann als nr 250 auf der Warteliste stehen und dafür noch mal 1000US$ bezahlen. Öhh, nein! Kein Tibet, dieses mal. Ich schlucke meine Tränen runter und frage nach Alternativen. Aber sicher, wenn ich tibetanische Kultur und Landschaft erleben will, könnte ich mit einem Guide und einem Träger in die Anapurnaregion, aber eben auf die andere Seite der Berge und da wandern. Nach Naar und Phu. Klingt doch süß, dann eben das. Mustang überlegen wir auch, aber da dauert die Anreise noch länger. 
Dieses mal kein Lhasa, dafür mehr wandern. Und hoffentlich viele Anapurnaberge sehen und in buddhistische Klöster gehen. Ein kleiner Trost. Immerhin.
Über Sightseeing in Kathmandu schreibe ich später. Vielleicht erst in einigen Wochen, zusammen mit den Berichten über das wandern. Im tibetanischen Hochland ist das Internet wohl noch nicht angekommen. Wir werden sehen. Morgen früh geht es los. Himalaya, ich bin wieder da!