14.02.2013
Das ist noch mal glatt gegangen
21.01.2013
16.12.2012
Eine Metropole mit Geschichte
Und sicher hat die Stadt auch gesehen, dass ich mir den Tower angeguckt habe. Mehrere Stunden. Ich habe mir die Führung angehört, die Kronjuwelen angesehen und bin durchs Museum geschlendert und habe die Geschichte auf mich wirken lassen. Kann es wirklich sein, dass ich in einem Gebäude stehe, dass mehrere hundert Jahre alt ist?
Weniger alt ist das Wissenschaftsmuseum. Da muss ich auch hin und was über Geschichte der Medizin lernen und noch viel wichtiger Physik ausprobieren. Verschiedenste Experimente laden zum probieren und anfassen ein. Viele der Londoner Museen sind kostenlos. Finde ich äusserst praktisch, weil ich so auch mal reinschnuppern kann, ohne dass ich mich gleich verpflichtet fühle einen
ganzen Tag mein Geld abzugucken. Und wenn dann gerade mal so ein Museum auf dem Weg liegt und da vielleicht eine (von hunderten) Ausstellung toll ist, dann gehe ich rein, gucke mir das an, was ich spannend finde un gehe wieder. Perfekt!
Das Globe Theater konnte ich auch angucken. Ein Nachbau des Theaters für das Shakespeare seine Stücke geschrieben hat. Ein Ei, in der Mitte ein freier Platz, da sind die Stehplätze. Rundherum die Ränge. Wäre es nicht so kalt, dann hätte ich noch viel mehr davon gehabt. Im Winter würdeich da definitiv nicht ins therater gehen, nicht mal für umsonst. Ich bin nach einer Stunde Führung schon völlig durchgefroren. Direkt neben dem Globe Theatre ist eines der Tate Museen. Das Tate Modern, mit der aktuellen Ausstellung "Spiegel". Künstler haben hier die Welt im Spiegel fotografiert. Irre spannend, wie sich die Perspektive verändert, wenn es eigentlich alles auf der anderen Seite ist.
29.11.2012
Aller guten Dinge sind Drei-Zehn
28.10.2012
Die Inseln im Norden
Und vips - plötzlich war der erste Schnee da. Mitten im Oktober. Nach 2 Skitouren war er leider wieder verschwunden, hoffentlich nicht für lange!
19.08.2012
Lebensfreude
... hat einen Namen: Ines. Damals im Konfirmandenunterricht fing es an. Die ersten gemeinsamen Unternehmungen auf 16 Rollen, bremsen üben hieß das. Gemeinsame ausflüge und Besuche. Und immer wieder der vertraute Ton am Telefon. Eine Freundschaft wie diese kann man nicht mit Gold und Diamanten aufwiegen. Ines sollte also heiraten. Lange Vorbereitungen lagen hinter dem ArrFK. Die
Hochzeitszeitung ist pünktlich fertig geworden, mein Kleid auch. So und jetzt der Reihe nach. Vollbepackt mit schönen Sache startet die Reise nach dem Nachtdienst. Überraschungsempfangskomittee am Flughafen. Kurzer Zwischenstopp in Deutschland und dann weiter in die Schweiz. Da treffen wir uns. Die Feier findet auf dem Hörnli statt, einem ca 1000m hohen Berg zwischen Winterthur und Zürich, in der Nähe von Jakobs Eltern. Der erste Tag vergeht mit Vorbereitungen. Es werden ca 100 Gäste kommen und alle müssen schlafen können, was zu essen haben und irgendwo eingesammelt werden. Dann der erste große Tag, die standesamtliche Trauung. WIr starten beim Friseur. Mit Blumenschmuck in den Haaren umziehen und zum Amt fahren. Fix verheiratet. Uups, so schnell geht das? Den Nachmittag und Abend verbringen wir mit Feiern. Erst im Dorf, dann im Garten. Es ist warm, die Vögel singen, die Grillen zirpen und wir haben es gut. Genießen das köstliche Essen, klönen, quatschen und basteln hier und da ein bisschen, planen und ahlen uns im Glück. Nach einem weiteren Planungstag ist endlich DER Tag gekommen. Wieder starten wir beim Friseur. Am Bahnhof von Bauma stehen schon viele der Gäste zusammen. Dann kommen die Postbusse. 3 Busse, extra für die Hochzeit gebucht. Tutend, klingelnd
und hupend fahren die Busse hintereinander durch die engen Straßen den Berg hinauf. Dann sind wir da und laufen los. Die Schnitzeljeagd, die wir gestern vorbereitet haben, scheint allen zu gefallen. Mir bereitet das Wetter ein bisschen Sorgen. Wir haben blauen Himmel, Sonne und weit über 30°C. Und ich werde gleich ein schwarzes Wollkleid anziehen. Mhh naja. Erstmal müssen wir ja den Berg rauf. Es ist ein angenehmer Wanderweg. gut zu gehen, leicht zu finden. Keine Kletterstellen, kein Matsch. Alle schaffen es nach oben. Kurz duschen und umziehen. Fertig! Mittagssnack mit Quiche und Bowle. Bevor wir endlich mit der richtigen Hochzeit loslegen können, wird Ines aufgehübscht. Kleid anziehen, schmincken und vorsichtig die Frisur retten. Die Traaung findet draußen statt, unter freiem Himmel. Alle sind bereit, das erweiterte Ansgarorchester, der Bräutigam, die Gäste, der Pastor - nur die Braut fehlt. Ines hat niemanden enttäuscht. Sie kam auch an ihrer eigenen Hochzeit ein bisschen zu spät. Eine wundervolle Trauung, voller Liebe und Tiefgründigkeit. Dabei trotzdem heiter und lebensfroh. Gottfried Seume hat mal gesagt, dass man demjenigen vertrauen kann, der singt, da böse Menschen keine Lieder haben. Wenn das stimmt, können wir der ganzen Hochzeitsgemeinde vertrauen, denn alle haben laut und fröhlich mitgesungen. Die neuen Ohrringe blitzen mit den Augen der frischgetrauten um die
Wette. An diesem Ort ist das Glück fassbar. Die ganze Feier schwebt in einer Glücksblase. Es gibt tolle Torte, gutes Essen und noch bessere Gespräche. Die Sonne geht unter und wir sitzen direkt davor. Sonnenuntergang vor Bergpanorama - fast wie zu Hause! Langsam beginnt meine Körpertemperatur sich zu normalisieren. 2 Lagen schwarze Schafswolle übereineinander sind bei 35°C in der Sonne nicht ganz das geeigneste Kleidungsstück. Aber trotzdem, ich liebe sie, meine Bunad.
Hochzeitszeitung ist pünktlich fertig geworden, mein Kleid auch. So und jetzt der Reihe nach. Vollbepackt mit schönen Sache startet die Reise nach dem Nachtdienst. Überraschungsempfangskomittee am Flughafen. Kurzer Zwischenstopp in Deutschland und dann weiter in die Schweiz. Da treffen wir uns. Die Feier findet auf dem Hörnli statt, einem ca 1000m hohen Berg zwischen Winterthur und Zürich, in der Nähe von Jakobs Eltern. Der erste Tag vergeht mit Vorbereitungen. Es werden ca 100 Gäste kommen und alle müssen schlafen können, was zu essen haben und irgendwo eingesammelt werden. Dann der erste große Tag, die standesamtliche Trauung. WIr starten beim Friseur. Mit Blumenschmuck in den Haaren umziehen und zum Amt fahren. Fix verheiratet. Uups, so schnell geht das? Den Nachmittag und Abend verbringen wir mit Feiern. Erst im Dorf, dann im Garten. Es ist warm, die Vögel singen, die Grillen zirpen und wir haben es gut. Genießen das köstliche Essen, klönen, quatschen und basteln hier und da ein bisschen, planen und ahlen uns im Glück. Nach einem weiteren Planungstag ist endlich DER Tag gekommen. Wieder starten wir beim Friseur. Am Bahnhof von Bauma stehen schon viele der Gäste zusammen. Dann kommen die Postbusse. 3 Busse, extra für die Hochzeit gebucht. Tutend, klingelnd
und hupend fahren die Busse hintereinander durch die engen Straßen den Berg hinauf. Dann sind wir da und laufen los. Die Schnitzeljeagd, die wir gestern vorbereitet haben, scheint allen zu gefallen. Mir bereitet das Wetter ein bisschen Sorgen. Wir haben blauen Himmel, Sonne und weit über 30°C. Und ich werde gleich ein schwarzes Wollkleid anziehen. Mhh naja. Erstmal müssen wir ja den Berg rauf. Es ist ein angenehmer Wanderweg. gut zu gehen, leicht zu finden. Keine Kletterstellen, kein Matsch. Alle schaffen es nach oben. Kurz duschen und umziehen. Fertig! Mittagssnack mit Quiche und Bowle. Bevor wir endlich mit der richtigen Hochzeit loslegen können, wird Ines aufgehübscht. Kleid anziehen, schmincken und vorsichtig die Frisur retten. Die Traaung findet draußen statt, unter freiem Himmel. Alle sind bereit, das erweiterte Ansgarorchester, der Bräutigam, die Gäste, der Pastor - nur die Braut fehlt. Ines hat niemanden enttäuscht. Sie kam auch an ihrer eigenen Hochzeit ein bisschen zu spät. Eine wundervolle Trauung, voller Liebe und Tiefgründigkeit. Dabei trotzdem heiter und lebensfroh. Gottfried Seume hat mal gesagt, dass man demjenigen vertrauen kann, der singt, da böse Menschen keine Lieder haben. Wenn das stimmt, können wir der ganzen Hochzeitsgemeinde vertrauen, denn alle haben laut und fröhlich mitgesungen. Die neuen Ohrringe blitzen mit den Augen der frischgetrauten um die
Der Abend wird lang und fühlt sich so kurz an. Wir reden und lachen, gucken und staunen. Die Hochzeitszeitung ist ein voller Erfolg, der Kuchen auch. Es gibt Feuerwerk und eine Schmiedeshow. So viel Liebe, so viele mit Bedacht geplante Details, so viel Ines. Ines und Jakob haben es mit ihrem Fest geschafft die Welt zu verändern, zum positiven. Keiner sonst schafft es, jeden einzelnen fühlen zu lassen, dass er der wichtigste Mensch auf dieser Welt ist. Sternschnuppen regnen auf uns herab. Und ich glaube, jeder wünscht sich in dieser Nacht das gleiche: Möge diese Feier nie enden!
29.07.2012
Tropfenförmige Sonne
23.06.2012
Zwischen gigantischen Schneewänden
An einem wunderschönen Freitag ging es los. Kurvige Straßen bis in die Gipfelhauptstadt Norwegens, da erstmal einkaufen. Vorbei an dem Ort, wo die Katze die Magensonde gegessen hat und dann links weg zum Campingplatz.Nach den guten Erfahrungen von vor 2 Jahren hat der Platz auch dieses mal mit warmen Sonnenstrahlen, tollen Hütten und Luxusbädern überzeugt. Die Junisonne verwöhnt uns beim Grillen am Wasser, abends hören wir die Wellen ans Ufer schwappen und die Vögel singen - sonst nichts. Am nächsten Morgen ist der Himmel ein bisschen bedeckt, beim Frühstück
drohen die Teller durch die Gegend zu fliegen, aber wir halten sie fest. Wegfliegen nicht ohne uns! Im nächsten Supermarkt versorgen wir uns mit ein bisschen Blubberwasser und frischen Obst und weiter geht es zum höchsten Wasserfall mit der kürzesten Fallzeit im nördlichen Mittelwestnorwegen. Um dahin zu kommen, muss man an der größten Haselnussanpflanzung zwischen Bergen und Trondheim vorbei, links die Haselnussbäume, rechts der Eikesdalvatn. Vom Parkplatz zum Wasserafll sind es ca 45 Minuten. Der Weg ist mal besser und mal schlechter. Dieses Jahr wohl noch nicht von so vielen Touristen begangen, schließlich ist der Wasserfall noch nicht geöffnet für diese Saison. Nur von 21.6-21.8. fließt die volle Wassermenge den Berg hinunter, den Rest des Jahres entweder gar nichts, weil oben nur Eis und Schnee ist oder ein kleines Rinnsal, weil der Rest zur Energiegewinnung genutzt wird. Das kleine Rinnsal entpuppt sich als kräftiger Wasserfall - was denn da mehr Wasser....? Wir staunen. Nach einer kurzen Pause auf dem parkplatzeigenen Picknickplatz geht es weiter. Der als Baustraße gedachte Aursjøvegen ist nicht umsonst, nur war die Mautanlage ausgefallen, als wir da waren. Aber für das Erlebnis darf der Betreiber auch gerne Eintritt nehmen. Langsam geht es den Berg hoch. Rechts unten liegt der See, an dem wir eben noch entlang gefahren sind. Bis dahin sind es jetzt mehrere hundert Meter - senkrecht nach unten. Und dann ein kleiner Tunnel. Wahoooo.... Zusammen mit dem Mussolini-Tunnel mein Lieblingstunnel. Einspurig, klar. Sandboden, auch klar. Eng, natürlich. Und kurvig, selbstverständlich.
Ich hätte noch mal gedreht und wäre zurück gefahren und dann noch mal und noch mal. Was für ein Erlebnis! Am Ende des Tunnels wartet der Schnee auf uns. Das Schneeräumfahrzeug ist mitten durch die Eiswüste gefahren und hat eine Spur freigeräumt. Rechts und links nebem dem Auto liegt der Schnee meterhoch, mitten im Juni. Zwischen diesen Schneewänden fahren wir auf holpriger Straße durch die schönste Einöde der Welt - die norwegische vidde, Hochebene. Wir wagen uns an den Abgrund und liegen nur wenige Centimeter entfernt von der Kante, sehen Wasserfälle und Bergseen, in denen sich inzwischen wieder die Sonne spiegelt. Wir gehen spazieren und genießen die Aussicht. WIr brauchen nichts weiter, uns fehlt es an nichts. Hier ist ein kleines Paradies. Ach Goethe, Du und Dein Augenblick. Schick Deinen Faust hierher, ganz ohne Teufel. Den brauchen wir gar nicht. Hier kann die Welt stillstehen. Tut sie aber nicht. Wir auch nicht, wir fahren weiter und genießen jeden Atemzug in dieser Welt. Kommen zum eigentlichen Ziel der Straße. Die Straße war ja für den Bau des Stausees gedacht. Schön, dass sie heute auch für mich geöffnet ist. Der See ist noch zugefroren und liegt in magischer Ruhe da. Nur haben wir hier keine Übernachtungsmöglichkeit. Klar, wir könnten im Auto schlafen, aber... Also weiter nach Sunndalsøra.
Dort finden wir einen schnuckeligen kleinen Campingplatz mit einer ebenso niedlichen Hütte. Da machen wir es uns bequem und genießen die Sonnenstrahlen, bis sie hinter den Bergen verschwinden. Am nächsten Morgen ist dann wieder das gewohnte Wetter zurück. Grauer Himmel und Regen. Wir fahren nach Tjelle. Das Wetter passt zu dem Unglück, was sich vor etwas mehr als 250 Jahren hier zugetragen hat. Eine gewaltige Steinlawine hat das Drof erschüttert. Wir sind aber hier, um den Ort zu fotografieren. Schließlich soll Baby-Tjelle ja wissen, wo sein Name eigentlich her kommt. Zurück geht es über Molde und Midsund. Wir erkunden eine alte Bunkeranlage und genießen den Fahrtwind auf den verschiedenen Fähren. Das Leben ist so schön hier.
17.05.2012
Hurra! Hurra! Hurra!
Gratulerer med dagen! Ich gratuliere zum Tag! Hurra! Hurra! Hurra!
Der Tag fängt mit Kanonenschüssen an, wir frühstücken, wie es sich gehört, feierlich mit Lachs, Brötchen und Eiern. Frischer Orangensaft und Jogurt, Müsli und Obst fehlen natürlich nicht. Dann geht es schnell zum Bus, natürlich geschmückt, schließlich ist 17.Mai! In der Stadt ist es voll, die Leute stehen am Straßenrand und gucken den Festumzug an. Hurra! Gratuliere! Es wird gesungen, es wird gelacht, es wird gratuliert. Die Stimmung ist fröhlich und ausgelassen. Hurra! Jede Schule, jeder Kindergarten, viele Vereine und Theater haben eine eigene Gruppe, die im Umzug mitgeht. Selbstverständlich sind alle geschmückt und präsentieren voller Stolz ihre Gruppe, ihre Klasse oder ihren Verein. Am Schluss kommen die Abiturienten. Jede Schule für sich. es gibt einen Wettbewerb, welche Schule, die Kreativste ist. Tanzeinlagen, Lieder und Akrobatik lassen nicht zu wünschen übrig. Die Zeit vergeht rasend schnell, wir merken gar nicht, dass es kalt ist. Gehen ein Stück, wollen eigentlich in der Stadt Kaffee, Tee oder Kakao trinken. Überall ist es voll, überall treffen ich bekannte Gesichter, alle strahlen. Ja, es ist 17.Mai, hurra! Wenn in der Stadt nichts zu finden ist, fahren wir "nach Hause". Zu Besuch in dem vertrauten Haus, gibt es alles, was die norwegische Kuchenküche zu bieten hat. 17.Mai-Kuchen, Kranzkuchen, Schokoladenkuchen, Torte, Lefse und Svele. Weiter geht es mit rømmegrøt und spekemat. Was geht es uns gut. Weiter geht es zur Schule, Kinderumzug angucken und Festvorträge anhören. Ich arbeite als Synchronübersetzer - wow, das klappt! Fragende Blicke meiner Kollegen: Wo ist Deine bunad? Hast Du etwa keine? Nein, noch nicht, nächstes Jahr. Die Nationalhymne passt heute besonders gut: Ja, vi elsker dette landet. Uneingeschränkt. Ich liebe dieses Land!
28.04.2012
Ein Aha-Erlebnis
30.03.2012
Besuch bekommen und zu Besuch sein
Zum Glück ist es hier so schön, dass ich hin und wieder Besuch bekomme. Eine ganze Woche im März hatte ich das Glück, lieben Besuch zu haben. Hach, das ist schön! Ein sehr erfolgreicher Ausflug nach Langevåg mit vielen bleibenden Erinnerungen zeugt davon. Manchmal macht einkaufen eben doch glücklich. Meistens dann, wenn man mit nichts rechnet und mit ganz vielen tollen Sachen wieder nach Hause geht. Gemeinsame Stunden am Kamin mit dem einem oder anderen Buch, das Leben kann kaum besser sein. Neue Bekanntschaften, alte Freundschaften, mir geht es gut. Fast hätte der Frühling schon gesiegt, aber dann kommt doch der Winter wieder zurück. Mit dicken weißen, weichen Flocken. Und wieder liegen meterhohe Schneedecken über dem schönsten Teil Norwegens und wieder schaufeln wir, bis die Arme abfallen wollen und wieder genießen wir die Wärme des Kamins. Aber es ist ein kleines bisschen wärmer draußen, der Schnee ist nicht ganz so hartnäckig und ganz vereinzelt sind auch die ersten Schneeglöckchen schon zu sehen. Willkommen Frühling!
29.02.2012
Hytteliv
Der Gedanke, an einem kalten, dunklen Freitagabend mit zwei Fürsorglichen Ersatzeltern über kurvigen Straßen zu fahren, erfüllt mich mit Dankbarkeit. Das Gefühl in die warme Hütte zu kommen, ist ein Genuss für sich. Tee und Kerzenschein und gute Unterhaltungen runden den Abend ab. Meine erste "richtige" Skitour wird ein voller Erfolg, ich bin stolz auf die 10km, die ich aus eigener Kraft auf Ski zurücklege. Die Schneemassen sind unglaublich, wo kommt das ganze Weiß nur her? Nach stundenlangem Schneeschaufeln und 2 Skitouren à 10km ist das Abendessen noch mal so gut. Was geht es mir gut hier. Erfüllt von einer schier unendlichen Lebensfreude greife ich gerne wieder zur Schneeschaufel und versuche die Straße zu finden. Innerhalb weniger Stunden ist sie wieder verschwunden, unter dicken weißen Flocken versunken. Zum ersten Mal gehe ich mit einem wehmütigen Gefühl zur Arbeit. Wehmütig nur, weil ich so gerne noch in dieser Zauberwelt geblieben wäre. Aber zum Glück kommen der nächste freie Tag und die nächste Einladung in die Zauberwelt. Ob mit den Besitzern und mit Freundinnen, es ist und bleibt etwas besonderes. Nur der Gedanke an den Geruch von frischem Holz, die Geräusche eines brennenden Kamins und von sonst nicht, außer vielleicht dem Aufprall von Schneeflocken auf dem Hüttendach, lassen den Alltag verschwinden und das eine besondere Form von Glück durch den Körper fließen. Danke für diese Erlebnisse!
19.01.2012
Brennender Himmel
Kaum hatte das alte Jahr angefangen, war es auch schon wieder vorbei. Vor kaum einem Jahr habe ich in meine Wohnung gesessen und überlegt, wie und wo ich wohl unterkommen werde, wenn ich aus der Stadt aufs Land ziehe. Jetzt sitze ich wieder in der Stadt und überlege, wo ich mir ein Haus kaufen möchte. Seelisch befreit von den Lasten des Vergangenen, freue ich mich auf ein neues Jahr.
An einem kalten Abend, an dem ich eigentlich telefonieren wollte, aber um Geduld gebeten wurde, bin ich noch einmal kurz vor die Tür gegangen. Nur einmal um den Block. Der Himmel ist klar und die Luft kalt. Ich friere. Kurz bevor ich wieder zu Hause bin, schielt mein eines Auge nach oben. Ich traue mich fast nicht mehr zu atmen. Der Himmel leuchtet in kristallklarem Blau-Grün. Es sieht aus, als würde der Himmel brennen, aber in Blau und Grün. Ich stehe fasziniert und frierend auf der Wiese vor dem Haus und kann mich nicht losreißen von diesem einzigartigen Schauspiel. Nordlicht, hier! Direkt über mir. Naturwissenschaftlich lässt es sich erklären. Aber diese Extraportion Dankbarkeit und Bewunderung, die ich durch und durch spüre, die ist was anderes.
24.12.2011
Jauchzet frohlocket!
Sehr geehrter Herr Bach,
es ist zwar schon eine Weile her, dass Sie sich die Mühe gemacht und das Weihnachtsoratorium komponiert haben, aber es scheint mir dennoch angebracht, mich in aller Form für Ihre Musik zu bedanken. Kein anderes Musikstück hat sich gleichermaßen in meinem Ohr verfangen und ich bin dankbar für jeden einzelnen Ton. Kein anderes Musikstück hat es geschafft, mich Jahr für Jahr schon mit den ersten Tönen zu verzaubern. Spätestens beim Choreinsatz macht sich Weihnachtsstimmung jauchzend und frohlockend bemerkbar. Himmlische Lobgesänge und beruhigende Wiegenlieder, zusammen in einem Werk, Herr Bach, Sie sind ein wahres Genie. Ich höre und singe Ihre Musik seit etwa einem Vierteljahrhundert immer wieder gerne und jedes mal, wirklich jedes mal, bekomme ich eine wohlige Gänsehaut wenn die ersten Töne des Weihnachtsoratoriums erklingen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Weihnachtsoratoriumsfan
es ist zwar schon eine Weile her, dass Sie sich die Mühe gemacht und das Weihnachtsoratorium komponiert haben, aber es scheint mir dennoch angebracht, mich in aller Form für Ihre Musik zu bedanken. Kein anderes Musikstück hat sich gleichermaßen in meinem Ohr verfangen und ich bin dankbar für jeden einzelnen Ton. Kein anderes Musikstück hat es geschafft, mich Jahr für Jahr schon mit den ersten Tönen zu verzaubern. Spätestens beim Choreinsatz macht sich Weihnachtsstimmung jauchzend und frohlockend bemerkbar. Himmlische Lobgesänge und beruhigende Wiegenlieder, zusammen in einem Werk, Herr Bach, Sie sind ein wahres Genie. Ich höre und singe Ihre Musik seit etwa einem Vierteljahrhundert immer wieder gerne und jedes mal, wirklich jedes mal, bekomme ich eine wohlige Gänsehaut wenn die ersten Töne des Weihnachtsoratoriums erklingen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Weihnachtsoratoriumsfan
30.11.2011
Immer dunkel
Um einer meiner Bildung zu arbeiten, habe ich mich auf den Weg nach Tromsø gemacht. Dort sollte ich ein bisschen über praktische Pädiatrie lernen und vor allem die Stadt kennen. Insgeheim habe ich auf das eine oder andere Nordlicht gehofft. Angekommen bin ich mitten in der Nacht, dank mehrstündiger Verspätung. Das Hotel liegt mitten in der Innenstadt. Es ist kalt, hat ein bisschen geschneit und ein kräftiger Wind pustet, als ich vom Bus zum Hotel gehe. Am nächsten Morgen ist es immer dunkel. Ich erkunde die Stadt, vieles lässt sich erlaufen. Die Stadt ist das Tor zu Arktis. Polarmuseen und Polarforschungsinstitute gibt es gleich mehrere. Dazu eine große Universität mit einem polar-botanischen Garten. Ich bestaune die Eismeerkathedrale, die von außen so aufregend aussieht und von innen recht schlicht ist. Im Sommer ist es bestimmt ein Erlebnis das Mosaikfenster zu sehen. Jetzt lassen sich die bunten Glasbausteine nur erahnen. Es ist ja dunkel. Für nicht mal 2 Stunden wird es dämmrig-hell. Ich finde es aufregend. Wie soll ich denn wissen, ob es Tag oder Nacht ist? Fasziniert davon, dass hier Leute ihr ganzes Leben verbringen und nicht aus dem Rhythmus kommen, lerne ich ein bilde ich mich fachlich fort. 2 Konzerte runden die Abende ab. Jenden Abend gehe ich raus, bis ans Ende der Stadt, wo es noch dunkler ist. Dort, in einem Park, direkt am Wasser stört keine Straßenbeleuchtung und keine Häuser. Jedes mal habe ich dort gestanden und Löcher in die Luft gestarrt, bin nassgeregnet und durchgefroren wieder ins Hotel geschlichen. Und was hat sich natürlich nicht gezeigt. Fängt mit Nord an und hört mit Licht auf...
24.10.2011
Wieder zurück
Der Ernst des Lebens beginnt an einem Montag. So Ernst ist der Ernst aber gar nicht. Ich werde herzlich (wieder-) empfangen, bekomme sogar eine SMS mit den Worten: Habe gehört, Du fängst wieder bei uns an, das ist die beste Nachricht des Tages. Tolle Kollegen, toller Arbeitsplatz, tolle Patienten, einen riesigen Vertrauensvorschuss und da Gefühl den richtigen Beruf zu haben - das ist genau richtig. Die Tage vergehen und irgendwann habe ich meinen ersten Nachtdienst, den zum Glück alle Beteiligten überleben. Im neuen Haus ist vieles und mindestens genau so vieles beim alten geblieben. Nach wie vor zieht Dienstags ein wunderbarer Duft durch die Flure, es gibt frische boller. Das Spielzimmer ist größer geworden und lädt mit noch mehr Möglichkeiten in den freien Minuten zum Spielen ein. Kleine Wunder kommen hier und da vor und werden größer und nicht weniger wunderbar. Was für ein Glück, dass ich dabei sein darf!
27.09.2011
Urlaub in der Arbeitslosigkeit
An einem warmen Sommertag anzukommen und herzlich empfangen zu werden, sind ein guter Start für einen arbeitslosen Urlaub. Eine lange Zeit voller Besuche und Erlebnisse war das. Nach jahrelanger Zooabstinenz habe ich Hagenbeck neu erleben dürfen. Eigentlich hat sich gar nicht viel verändert und doch ist alles so viel kleiner geworden. Die Gitter vor den Gehegen nicht mehr so hoch, die Wege nicht mehr so weit. Eigentlich sollte sich das Universum doch ausdehnen und nicht schrumpfen. Oder liegt es einfach nur an der Perspektive?
Weiter ging die Reise nach Wien - was für eine Stadt. Voll gepackt mit Kultur. Auf der einen Seite so vertraut, auf der anderen Seite so fremd. Ich hatte völlig vergessen, dass das Rauchverbot nicht weltweit gilt. Wo in Hamburg Hinweise zumindest auf Englisch übersetzt sind, finden sich in Wien Übersetzungen zumindest in ungarisch und tschechisch. Klar, Wien ist eigentlich fast schon Balkan. Vom Wetter her auf jeden Fall Südeuropa. Strahlender Sonnenschein und sommerlich warme Temperaturen verwöhnen mein Regengeplagtes Gemüt und machen es möglich abends draußen zu sitzen und das Leben der Großstadt zu bewundern. Wien als Musikstadt sprudelt über mit tollen Veranstaltungen. Das Haus der Musik gibt einen theoretischen Überblick und lässt einiges ausprobieren und erfahren. Ganz in der Nähe ist das Mozarthaus, von Reisegruppen überfüllt - wie sollte es anders sein? Trotzdem eine erhebende Erfahrung, in den gleichen Räumen zu gehen, wie einst Mozart. Ja, genau. DER Mozart. Die Musik lebendig in den Ohren klingend lassen sich viele große und kleine Kirchen in der Innenstadt erleben. Mal prächtig wie der Stephansdom, mal klein und versteckt, wie die Malteserkirche. Aber jede hat was besonderes und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Aber es gibt nicht nur Kirchen, auch Museen, die man gerne angucken kann. Das Medizinhistorische Museum und der Narrenturm gehören auf jeden Fall zu dem empfehlenswerten Orten für Mediziner. Im großen Kulturrausch war da dann noch die große Feier und die Vorfreude auf die noch größere Feier, die im nächsten Jahr stattfinden wird. Viel zu schnell gehen die Tage in Wien vorbei und nach 2 Stunden entspannten Schlafen im Flieger, bin ich wieder in der Hansestadt, die mich mit weniger warmen, aber trotzdem noch sommerlichen Wetter empfängt.
Besuche in Bremen, Flensburg und Kiel runden das Urlaubsprogramm ab. Ein kleiner Ausflug nach Föhr, einfach nur weil schönes Wetter ist und der Tee am Strand besser schmeckt, beendet meine Arbeitslosigkeit und ich fliege, glücklich und zufrieden in mein geliebtes Dorf am Ende der Welt zurück.
Weiter ging die Reise nach Wien - was für eine Stadt. Voll gepackt mit Kultur. Auf der einen Seite so vertraut, auf der anderen Seite so fremd. Ich hatte völlig vergessen, dass das Rauchverbot nicht weltweit gilt. Wo in Hamburg Hinweise zumindest auf Englisch übersetzt sind, finden sich in Wien Übersetzungen zumindest in ungarisch und tschechisch. Klar, Wien ist eigentlich fast schon Balkan. Vom Wetter her auf jeden Fall Südeuropa. Strahlender Sonnenschein und sommerlich warme Temperaturen verwöhnen mein Regengeplagtes Gemüt und machen es möglich abends draußen zu sitzen und das Leben der Großstadt zu bewundern. Wien als Musikstadt sprudelt über mit tollen Veranstaltungen. Das Haus der Musik gibt einen theoretischen Überblick und lässt einiges ausprobieren und erfahren. Ganz in der Nähe ist das Mozarthaus, von Reisegruppen überfüllt - wie sollte es anders sein? Trotzdem eine erhebende Erfahrung, in den gleichen Räumen zu gehen, wie einst Mozart. Ja, genau. DER Mozart. Die Musik lebendig in den Ohren klingend lassen sich viele große und kleine Kirchen in der Innenstadt erleben. Mal prächtig wie der Stephansdom, mal klein und versteckt, wie die Malteserkirche. Aber jede hat was besonderes und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Aber es gibt nicht nur Kirchen, auch Museen, die man gerne angucken kann. Das Medizinhistorische Museum und der Narrenturm gehören auf jeden Fall zu dem empfehlenswerten Orten für Mediziner. Im großen Kulturrausch war da dann noch die große Feier und die Vorfreude auf die noch größere Feier, die im nächsten Jahr stattfinden wird. Viel zu schnell gehen die Tage in Wien vorbei und nach 2 Stunden entspannten Schlafen im Flieger, bin ich wieder in der Hansestadt, die mich mit weniger warmen, aber trotzdem noch sommerlichen Wetter empfängt.
Besuche in Bremen, Flensburg und Kiel runden das Urlaubsprogramm ab. Ein kleiner Ausflug nach Föhr, einfach nur weil schönes Wetter ist und der Tee am Strand besser schmeckt, beendet meine Arbeitslosigkeit und ich fliege, glücklich und zufrieden in mein geliebtes Dorf am Ende der Welt zurück.
30.08.2011
Meditieren auf dem Picadilly Circus
Seit Sue nach London gezogen ist, vor 4 Jahren, habe ich fest vorgehabt, sie dort zu besuchen. Jetzt plant sie wieder nach NZ zu ziehen und ich war immer noch nicht da. Bevor es also zu spät ist, buche ich schnell einen Flug und zack, schon bin ich in London. Wow, was für eine Stadt. Meine Ohren müssen sich erstmal an das alt-vertraute Englisch gewöhnen und ich muss mich richtig anstrengen die ersten Stunden, wollen doch immer wieder norwegische Worte aus meinem Mund purzeln.
Sue holt mich ab und wir beginnen unser Abenteuer mit einem english breakfast tea auf der Terrasse einen kleinen englischen Hauses. Die Sonne strahlt, die Vögel zwitschern und wir wandern durch Parks der Innenstadt. Ich hätte nie erwartet, dass London mit solchen Parks vollgestopft ist. In meinem Kopf hatte sich ein Stadtbild mit vielen hohen Häusern, großen Straßen mit roten Doppeldeckerbussen und vielen Museen rechts und links gebildet. Natürlich gehören Big Ben, Tower of London, die Tower Bridge, Buckingham Palace und das London Eye auch zum Programm. Abends essen wir im ältesten Pub der Stadt - urgemütlich!
Natürlich darf auch die Kultur nicht vernachlässigt werden. Sue arbeitet in einem buddhistischen Zentrum und lädt mich zu einer ganz neuen Erfahrung ein. Ein Flashmob! Klingt erstmal nicht so sehr buddhistisch, bis ich erfahre, dass wir auf dem Picadilly Circurs meditieren werden. Kurz vor dem geplanten Beginn, kommen wir auf den Platz, der einem Ameisenhaufen gleicht. Überall wuselt es, Leute laufen von hier nach da, Autos hupen und Busse und Taxen schieben sich durch den Verkehr. Plötzlich setzen sich einige Menschen hin. Mitten auf dem Platz. Offenbar geht es jetzt los. Also setze auch ich mich hin und versuche mich auf meinen Atem zu konzentrieren. 5 Minuten soll die Welt hier stillstehen. Die Leute gucken komisch, ein wenig irritiert, aber sie verlangsamen ihre Schritte, einige bleiben stehen. Es ist ein kurzes Innehalten in der Hektik. Meine Meditationsversuche waren nicht unbedingt von Erfolg gekrönt, aber ein Erlebnis war es auf jeden Fall.
Zum Abschluss eines tollen Wochenendes verbringen wir einen ganzen Tag mit Museumsbesuchen. Was für ein kultureller Input!
Sue holt mich ab und wir beginnen unser Abenteuer mit einem english breakfast tea auf der Terrasse einen kleinen englischen Hauses. Die Sonne strahlt, die Vögel zwitschern und wir wandern durch Parks der Innenstadt. Ich hätte nie erwartet, dass London mit solchen Parks vollgestopft ist. In meinem Kopf hatte sich ein Stadtbild mit vielen hohen Häusern, großen Straßen mit roten Doppeldeckerbussen und vielen Museen rechts und links gebildet. Natürlich gehören Big Ben, Tower of London, die Tower Bridge, Buckingham Palace und das London Eye auch zum Programm. Abends essen wir im ältesten Pub der Stadt - urgemütlich!
Natürlich darf auch die Kultur nicht vernachlässigt werden. Sue arbeitet in einem buddhistischen Zentrum und lädt mich zu einer ganz neuen Erfahrung ein. Ein Flashmob! Klingt erstmal nicht so sehr buddhistisch, bis ich erfahre, dass wir auf dem Picadilly Circurs meditieren werden. Kurz vor dem geplanten Beginn, kommen wir auf den Platz, der einem Ameisenhaufen gleicht. Überall wuselt es, Leute laufen von hier nach da, Autos hupen und Busse und Taxen schieben sich durch den Verkehr. Plötzlich setzen sich einige Menschen hin. Mitten auf dem Platz. Offenbar geht es jetzt los. Also setze auch ich mich hin und versuche mich auf meinen Atem zu konzentrieren. 5 Minuten soll die Welt hier stillstehen. Die Leute gucken komisch, ein wenig irritiert, aber sie verlangsamen ihre Schritte, einige bleiben stehen. Es ist ein kurzes Innehalten in der Hektik. Meine Meditationsversuche waren nicht unbedingt von Erfolg gekrönt, aber ein Erlebnis war es auf jeden Fall.
Zum Abschluss eines tollen Wochenendes verbringen wir einen ganzen Tag mit Museumsbesuchen. Was für ein kultureller Input!
05.08.2011
Altes Neu
Wieder einmal ein Umzug. Wieder einmal das vertraut gewordene verlassen und etwas neues beginnen. Der Umzug ging wieder mal schnell und unkompliziert. Die Wohnung ist schnell eingerichtet, die Aussicht grandios - was will ich mehr?
Der Abschied vom Landarztleben ist merkwürdig. Das Arbeiten in der Praxis mit den unterschiedlichsten Problemen hat mir mehr Spaß gemacht, als ich je gedacht hätte. Ob ich die Arbeit vermissen werde? Einiges sicher, vieles nicht. Ich habe einen Traumarbeitsplatz, auf den ich mich freuen kann und Kollegen, die sich auf mich freuen. Vermissen werde ich den einen oder anderen aus der Praxis ganz sicher. Zum Glück ist es nicht zu weit für einen Besuch im Alltag.
Der alte, neue Lebens- und Arbeitsraum ist fremdvertraut. Sich auskennen und sich auskennen sind zwei grundverschiedene Dinge, wenn es drauf ankommt. Was solls, es ist eine Herausforderung, die gelebt werden will.
Der Abschied vom Landarztleben ist merkwürdig. Das Arbeiten in der Praxis mit den unterschiedlichsten Problemen hat mir mehr Spaß gemacht, als ich je gedacht hätte. Ob ich die Arbeit vermissen werde? Einiges sicher, vieles nicht. Ich habe einen Traumarbeitsplatz, auf den ich mich freuen kann und Kollegen, die sich auf mich freuen. Vermissen werde ich den einen oder anderen aus der Praxis ganz sicher. Zum Glück ist es nicht zu weit für einen Besuch im Alltag.
Der alte, neue Lebens- und Arbeitsraum ist fremdvertraut. Sich auskennen und sich auskennen sind zwei grundverschiedene Dinge, wenn es drauf ankommt. Was solls, es ist eine Herausforderung, die gelebt werden will.
25.07.2011
Wenn ein Mann so viel Hass zeigen kann, wieviel Liebe können wir gemeinsam zeigen?
Ein Freitag im Juli, es regnet, es ist kühl und so richtig gemütlich ist es nur zu Hause mit einer Tasse Tee und einer Wolldecke. Wäre jetzt Herbst, wäre alles richtig. Heimelige Ruhe zu Hause, nur unterbrochen vom raschelnden Umblättern der Buchseiten. Eigentlich ganz schön. Aber es ist nicht Herbst, es ist Sommer und innerhalb von wenigen Minuten wird die Stille drückend und der Nebel beängstigend. Radio, Fernsehen und Internet berichten von einem Massaker in Oslo. Eine Bombe im Regierungsviertel. An einem Freitag Nachmittag. In Oslo. In der Stadt, in der der Friedensnobelpreis verliehen wird. In der Stadt, in der Friedensabkommen für den Nahen Osten geschlossen wurden. Plötzlich ist die Welt wieder verletzlich geworden. Die Bilder sind erdrückend. Dann tauchen Berichte von einer Schießerei auf einer Insel in der Nähe der verletzten Hauptstadt auf. Langsam und quälend füllen sie die Stille. Was ist passiert? Ein junger Mann, gebildet und 100% norwegisch hat auf politisch engagierte Jugendliche geschossen, hat ein Paradies zerstört, hat ein Land entsetzt. Die Frage nach dem Warum lässt nicht lange auf sich warten. Ein ganzes Land hält den Atem an, weil der Kloß im Hals die Kehle zuschnürt. Die lähmende Stille nach dem Sturm bricht nur langsam auf. Statt laut nach Vergeltung zu rufen, statt dröhnend nach mehr Sicherheit zu verlangen, statt schrill zu verurteilen, reichen die Menschen unaufgefordert einanander die Hände, bieten Trost und Hilfe und zeigen leise und sanft ihr Mitgefühl. Eine ganze Nation bietet nach einer schmerzhaften Ohrfeige die andere Wange und sagt der Welt: Nur mit Integration und Verständnis kann es uns gelingen den Hass zu überwinden und eine friedliche Welt zu schaffen. Gibt es etwas schöneres als in diesem Land zu leben? Oslo, Stadt des Friedens!
28.06.2011
Ein Haus auf den Hummerklippen
Nach fast 2 Jahren Urlaubsabstinenz war es dann endlich so weit. In meinem Dienstplan stand mit dicken Buchstaben: FERIE. Also richtig offiziell Ferien. Das Haus an den Hummerklippen im wunderschönen Fischerdorf Alnes auf Godøy ist gebucht und das Wetter ist bestellt. Wegen der unerwartet starken Schneeschmelze in Mittelnorwegen sind Straßen und Eisenbahntrassen überschwemmt und nicht zu benutzen. Jeden Tag kommen neue Schauermeldungen in den Nachrichten. Am Tag vor Urlaubsbeginn ist zumindest die wichtige Eisenbahnstrecke wieder eröffnet. Was für ein Glück! Mit nur 15 Minuten Verspätung kommt die Panoramabahn an ihrem Zielort an und der Urlaub kann anfangen. Watteweiche Wolken hängen in den Bergen, und lassen Trollstigen noch mystischer erscheinen. Die ersten Haarnadelkurven können wir noch von unten erkennen, dann geht es weiter den Berg hoch, in die Wolken hinein. Durch ein paar Wolkenlücken können wir das Wunderwerk der Straßenbaukunst bestaunen. Hoch oben über den 12 Kurven stehen wir und können es kaum fassen, hier sind wir so klein im Kontrast zur Straße und fühlen uns doch so groß in der Gemeinsamkeit. Am nächsten Morgen hat es sich ausgeregnet und die Sonne lacht uns freundlich an. Die Fahrt geht durch wohlbekanntes Gebiet und kaum 40 Minuten später stehen wir vor unserem Ferienhaus. Schnell sind die Sachen ausgepackt und ein erster Spaziergang zum Strand. Gemeinsam genießen wir die salzige Luft, den Wind in den Haaren und die Sonne am Himmel. Vom Wohnzimmer können wir den Sonnenuntergang kurz vor Mitternacht genießen. Die Zeit vergeht wie im Flug mit Ausflügen nach Geiranger, Runde und Molde. Auch von Alnes nach Gjuv und wieder zurück wollen wir. Der Weg ist ein Abendteuer in sich. Er beginnt ganz unscheinbar aus entspannt-gemütlicher Trampelpfad auf der Wiese. Bald aber geht er über in einen Kletterpfad. Das Wasser und die Wellen haben die Felsen ausgehöhlt und über diese Blaslöcher heißt es nun zu klettern. Manchmal ist mit Ketten ein wenig Hilfe gegen, aber eben nicht immer. Die Sonne begleitet uns auf dem ganzen Weg und lässt so manchen zähen Abschnitt in leuchtenten Tönen erstrahlen. Der einzige Regentag der Woche passt in seinem Grau gut zu einer langen Autofahrt. Die Fahrt geht nach Molde und zur Atlantikstraße. Die Schaumkronen auf dem Atlantik peitschen gegen die Brücken des Jahundertbauwerks und lassen das ganze noch unwirtlicher wirken, als es eh schon ist. Genau das richtige Ausflugsziel für so ein Wetter!
02.06.2011
Å eg veit meg eit land
Å eg veit meg eit land
Langt der oppe mot nord,
Med ei lysande strand
Mellom høgfjell og fjord.
Der eg gjerne er gjest,
Der mitt hjarta er fest
Med dei finaste, finaste band.
Å eg minnest,
å eg minnest,
Å eg minnest så vel dette land!
(T: Elias Blix)
Auch wenn ich nicht ganz so weit im Norden bin. Der Herr Blix hat doch so verdammt recht, mit dem was er schreibt. Google Translate ist keine gute Alternative, um rauszufinden, was dieses Lied sagen will.
Ich versuche es mit einer eigenen Übersetzung, die absolut nicht den Anspruch an Perfektion erhebt.
Ich versuche es mit einer eigenen Übersetzung, die absolut nicht den Anspruch an Perfektion erhebt.
Ich kenne ein Land
ganz weit oben im Norden
mit leuchtendem Strand
zwischen Hochgebirge und Meer.
Dort bin ich gerne zu Gast
dort ist mein Herz gebunden
mit dem feinsten, allerfeinsten Band
Ich erinnere mich
so gut an an dieses Land
ganz weit oben im Norden
mit leuchtendem Strand
zwischen Hochgebirge und Meer.
Dort bin ich gerne zu Gast
dort ist mein Herz gebunden
mit dem feinsten, allerfeinsten Band
Ich erinnere mich
so gut an an dieses Land
17.05.2011
Der Hausberg
Mein Dorf hat einen eigenen Berg. Er heißt Nihusen und ist 438m hoch. Nicht besonders hoch,
wenn ich mir die anderen Berge ringsherum angucke, aber genau richtig hoch, um nach der Arbeit noch einen Spaziergang zu machen. Von meiner Haustür gehe ich ziemlich genau 2 Minuten bis zum Anfang des Wanderwegs. Rechtsabbiegen und schon stehe ich im Wald. Große Bäume, kleine Bäume, hohe Bäume, grüne Bäume, alte Bäume, junge, Bäume und dazwischen der Weg. Ziemlich steil schlängelt er sich den Abhang hinauf. Rutschig und glatt. Ein riesiger Ameisenhaufen liegt am Wegrand und fasziniert mich immer wieder. Woher wissen die Tierchen, welche Tannenadel an welcher Stelle liegen muss? Haben die etwa alle Architektur studiert? Weiter den Berg hoch und plötzlich ist sie da.
Die Trollhöhle. Ehrlich, da wohnen kleine Fabelwesen im Wald. Ich habe sie mit eigenen Augen gesehen. Erst waren da nur ein paar Zwerge. Pünktlich zu Ostern ist eine Osterhasenfamilie mit eingezogen. Ganz gemütlich unter einer umgestürzten Baumwurzel leben sie im Einklang mit der
Natur. Dann geht es weiter, nicht mehr ganz so steil, zum Bach. Im Winter gab es eine Schneebrücke. Seit Ostern muss ich über Steine hüpfen, um trockenen Fußes auf die andere Seite zu gelangen. Weiter durch den Wald, unterbrochen von wunderbaren Ausblicken auf den Storfjord und auf das kleine Dörfchen. Und dann kommt da plötzlich ein breiter Weg, fast eine Straße. Weiter den Berg hinauf, rechts und links Moor und Birkenwald. Der Treckerweg geht weiter, ich biege nach links ab, weiter den Berg hoch. Ein bisschen klettern, aber wirklich nur ein ganz bisschen. Vorbei an der Hütte und dann ein letztes mal klettern, bevor ich oben bin. Die Aussicht ist, wie immer, grandios. Gen Westen die Stadt, die Inseln und der Atlantik, im Norden Haram-kommune mit den Inseln und das Engesetdal, nach Osten die Sunnmørsalpen und nach Süden mein kleines Dorf und der große Fjord. Dass es bei Sonnenschein unwiderstehlich ist, erübrigt sich wohl. Bei Regen ist es etwas
feucht, aber auch schön. Der Abstieg ist rutschig. Der Matsch bremst kaum, auch die Tannennadeln halten das Tempo wenig auf. Hier hilft einen Schritt nach dem anderen zu setzen. Nicht zu schnell und so klappt der Abstieg bis nach Hause.
30.04.2011
Gestern Winter, heute Sommer
09.03.2011
Von Doktoren, Paranymphen und einem großen Fest
SAS wirbt damit, die pünktlichste Fluggesellschaft zu sein, die die Welt zu bieten hat. Entspannt lehne ich mich zurück, es wird schon alles gut gehen, 35 Minuten zum Umsteigen in Oslo reichen. Meistens auf jeden Fall. Nur dann nicht, wenn der SAS-Flug nach Oslo schon 60 Minuten Verspätung hat, weil in Bodø ein Schneesturm sämtlichen Flugverkehr zum Erliegen gebracht hat. Also, was tun? Unruhig Hin- und Herlaufen? Klar, die ganze Zeit. Mit den SAS-Angestellten reden? Auch das. Ein bisschen verzweifeln? Jederzeit. Ist doch der KLM-Flug nach Amsterdam schon längst weg, wenn ich ankomme. Wie soll ich nach Holland kommen? Wie soll ich Ines großen Tag feiern, wenn ich auf Vigra oder in Oslo sitze? Und warum will bei KLM keiner mit mir reden? Wo sind die Menschen alle? Erstmal nach Oslo, dann bin ich schon ein bisschen südlicher und näher an Holland dran. Ines hat, wie immer, gute Ideen und findet in der Stunde, die ich in der norwegischen Luft zwischen Vigra und Gardemoen schwebe eine Möglichkeit nach Amsterdam zu kommen. Pünktlich und für verhältnismäßig wenig Geld. Auf diese Weise teste ich die Jugendherberge am Osloer Flughafen. Urteil: Zu Empfehlen. Ich hatte ein 4-Bett-Zimmer für mich alleine. War eigentlich mehr eine kleine Wohnung mit 3 Betten im Wohnzimmer und einem Extraräumchen. Über Frankfurt nach Amsterdam. Über die Freundlichkeit 2-er Flughafenmitarbeiter am größten deutschen Flughafen möchte ich nichts sagen. Aber die können sich glücklich schätzen, dass sämtliche Spritzen und Skalpelle in der Praxis liegen. Eine anatomische Studie am lebenden Objekt in der Sicherheitskontrolle (Prima, Röntgengerät wäre vorhanden gewesen) des Frankfurter Flughafens, fehlt noch in meinem Repertoire.
Das Grauen geht weiter in Holland. Die Fahrkartenautomaten nehmen nämlich nur holländische Visa-Karten. Norwegische Kronen will auch keiner haben. Einen Geldautomaten, der am Samstagabend funktioniert gibt es auch nicht. Mantramurmelnd "alleswirdgutalleswirdgutalleswirdgut" schaffe ich es, eine Fahrkarte zu bekommen und den richtigen Zug zum richtigen Zeitpunkt zu bekommen. Endlich da! Ein sprudelndes Energiebündel empfängt mich mit einem lang vermissten Lächeln. Solche Momente sind es, die ich vermisse. In solchen Augenblicken sollte die Welt stillstehen und ich denke wieder an Goethe. Augenblick verweile doch! Um den Tag würdig zu beenden bekomme ich eine Führung durch die Utrechter Altstadt. Kleine Lichtpunkte sind im Boden eingelassen und weisen auf Lichtkunst hin. Besonders angestrahlte Gebäude, Filme in Kanälen, leuchtende Blumen und immer wieder beleuchtete Fassaden.
Die folgenden Tage vergehen im Zeitraffer. Ein Einkaufsbummel mit Self-Checkout für kaum 500€ wird zu einem Erlebnis. Das gemeinsame Kochen, die Gastfreundschaft, die mir nachts entgegengebracht wird, die alten Bekannten, die neuen Gesichter und nicht zu vergessen, die Hauptperson des ganzen Aufwandes, alles zusammen ergibt eine Mischung aus Chaos und Lebensfreude, die ohne Ines niemals existieren könnte. Ein wahres Lebenselixier.
Die Rückreise ist weniger aufregend als die Hinreise. Entspannt komme ich nach Hause und freue mich auf das, was auf mich wartet.
Das Grauen geht weiter in Holland. Die Fahrkartenautomaten nehmen nämlich nur holländische Visa-Karten. Norwegische Kronen will auch keiner haben. Einen Geldautomaten, der am Samstagabend funktioniert gibt es auch nicht. Mantramurmelnd "alleswirdgutalleswirdgutalleswirdgut" schaffe ich es, eine Fahrkarte zu bekommen und den richtigen Zug zum richtigen Zeitpunkt zu bekommen. Endlich da! Ein sprudelndes Energiebündel empfängt mich mit einem lang vermissten Lächeln. Solche Momente sind es, die ich vermisse. In solchen Augenblicken sollte die Welt stillstehen und ich denke wieder an Goethe. Augenblick verweile doch! Um den Tag würdig zu beenden bekomme ich eine Führung durch die Utrechter Altstadt. Kleine Lichtpunkte sind im Boden eingelassen und weisen auf Lichtkunst hin. Besonders angestrahlte Gebäude, Filme in Kanälen, leuchtende Blumen und immer wieder beleuchtete Fassaden.
Die folgenden Tage vergehen im Zeitraffer. Ein Einkaufsbummel mit Self-Checkout für kaum 500€ wird zu einem Erlebnis. Das gemeinsame Kochen, die Gastfreundschaft, die mir nachts entgegengebracht wird, die alten Bekannten, die neuen Gesichter und nicht zu vergessen, die Hauptperson des ganzen Aufwandes, alles zusammen ergibt eine Mischung aus Chaos und Lebensfreude, die ohne Ines niemals existieren könnte. Ein wahres Lebenselixier.
Die Rückreise ist weniger aufregend als die Hinreise. Entspannt komme ich nach Hause und freue mich auf das, was auf mich wartet.
19.02.2011
Ein Dorf weiter
Es geht weiter, eine Dorf, eine Gemeinde, ein Regierungsbezirk - egal, wie man es nennen möchte, aber weiter. Das Dörfchen liegt geschützt hinter den Bergen. Nordwind gibt es hier nicht,
Westwind auch nur abgemildert. Wind aus Süden und Osten kann kommen, der ist auch nicht kalt und feucht. Die Sachen sind nicht so schnell gepackt, wie ich es gerne hätte. Immer wieder tauchen Kleinigkeiten auf, die noch eingepackt werden müssen. Es fehlt an Werkzeug und umzugserfahrenen Helfern. Aber auch auf diese Weise vergeht der 3. Umzug innerhalb von 370 Tagen im Nachhinein betrachtet problemlos und recht zügig. Das Ankommen ist in der neuen Umgebung geht schnell. Sobald die Wohnung warm ist, ist sie schön. Ein Ofen wäre toll. Beim nächsten mal vielleicht... Viel schlimmer ist der Abschied aus der Kinderklinik. Muss ich jetzt meine Sachen packen und meinen Platz räumen? Werde ich wieder kommen? Und wenn ja, wann? Als Schwester auf jeden Fall bald. Das macht den Abschied erträglicher. Aufgefangen mit guten Worten und Taten im neuen Heim geht nochmal besser. Zusammen erkunden wir die
Gegend. Ein Ausflug nach Brattvåg und Vatne wird zum Erlebnis mit Höhlenkletterei und dem Bestaunen von Eisfiguren. Einen Elefanten und einen Leguan können wir schnell erkennen. Der Rest ist weniger deutlich, lädt aber zum spekulieren ein. Es ist kalt, aber der Himmel ist klar und die Sonne lacht, als wir durch Haram-Kommune fahren. Ein paar bunte Häuser stehen im weißen Schnee und ich werde immer zuversichtlicher, dass das Leben hier vielleicht doch gar nicht so schlecht ist. Auch das Skifahren klappt ein bisschen besser. Ich fühle mich immer noch wie eine 3-jährige, die das erste mal alleine einen Berg rauf und wieder runter soll, aber mit Übung wird mir das vielleicht auch irgendwann im Stil "elegant" gelingen. Auch Stranda gucken wir uns
gemeinsam an. Groß ist der Ort zwar nicht, aber schön gelegen. Im verträumten Café genießen wir die Aussicht auf Fjell und Fjord und bummeln entspannt durch alle Straßen, die das Dorf zu bieten hat.
Der Alltag geht weiter, im Dorf nebenan...
26.01.2011
In der Mitte der Nacht
In der Mitte kalter Januarnächte kann ein besonderer Zauber liegen. Wenn über der großen Stadt die Sonne untergeht, kann es losgehen. Kalt ist es da. Sehr kalt. Aber das Gefühl, die Welt aus den Angeln heben zu können ist da. Ein glitzerndes Lichtermeer breitet sich unter den Flügeln aus und strahlt uns entgegen. Gleichzeitig riesiggroß und klitzeklein komme ich mir vor. Eigentlich kann das gar nicht passen, aber doch, es passt.
Hamburg ist und bleibt die schönste Stadt der Welt. So groß und vielseitig, so aufregend und beschützend. So schön. In meinem Kopf purzeln die Dinge durcheinander. Ich zucke innerlich zusammen, wenn jemand deutsch redet. Wie kann das sein? Ich fühle mich komisch, die Haustür abzuschließen, wenn ich weggehe. Ich bin erschlagen von der Auswahl in den Geschäften. Eine kleine Ecke in mir fragt leise an, wann wir wieder in unser Dorf am Ende der Welt zurückkehren. In das Dorf, wo das Auto unverschlossen auf einem öffentlichen Parkplatz steht und im Supermarkt angeschrieben wird. Ich glaube, jetzt bin ich in Norwegen angekommen. Nein, die Schneemassen und die Dunkelheit machen mir keinen Spaß mehr. Aber ich weiß, der Schnee wird irgendwann von der Sonne besiegt und die Dunkelheit wird dem Licht weichen.
In vertrauter Umgebung darf ich ein kleines Wunder erleben und spüren. 3850g Lebensfreude, ausgedrückt in den schrillsten Tönen. Willkommen auf dieser Welt!
Mit dem Gepäck voller Eindrücke, Erlebnisse und überlebenswichtiger Dinge mache ich mich wieder auf den Weg ans Ende der Welt. Als wir in Vigra landen, breitet sich ein Gefühl von Zufriedenheit aus. Ja, die Entscheidung war richtig.
Hamburg ist und bleibt die schönste Stadt der Welt. So groß und vielseitig, so aufregend und beschützend. So schön. In meinem Kopf purzeln die Dinge durcheinander. Ich zucke innerlich zusammen, wenn jemand deutsch redet. Wie kann das sein? Ich fühle mich komisch, die Haustür abzuschließen, wenn ich weggehe. Ich bin erschlagen von der Auswahl in den Geschäften. Eine kleine Ecke in mir fragt leise an, wann wir wieder in unser Dorf am Ende der Welt zurückkehren. In das Dorf, wo das Auto unverschlossen auf einem öffentlichen Parkplatz steht und im Supermarkt angeschrieben wird. Ich glaube, jetzt bin ich in Norwegen angekommen. Nein, die Schneemassen und die Dunkelheit machen mir keinen Spaß mehr. Aber ich weiß, der Schnee wird irgendwann von der Sonne besiegt und die Dunkelheit wird dem Licht weichen.
In vertrauter Umgebung darf ich ein kleines Wunder erleben und spüren. 3850g Lebensfreude, ausgedrückt in den schrillsten Tönen. Willkommen auf dieser Welt!
Mit dem Gepäck voller Eindrücke, Erlebnisse und überlebenswichtiger Dinge mache ich mich wieder auf den Weg ans Ende der Welt. Als wir in Vigra landen, breitet sich ein Gefühl von Zufriedenheit aus. Ja, die Entscheidung war richtig.
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