09.03.2008
Oslo, die schönste Hauptstadt der Welt
http://picasaweb.google.com/csnaumann/VerdensVakresteHovedstad
14.12.2007
Abschied
Leider ist es wahr. Ich habe mich so wohl gefühlt, dass ich jeden Morgen zum Krankenhaus hätte tanzen können.
Ich werde Flensburg vermissen. Ich werde die E3 und die E4 vermissen, das morgendliche Blutabnehmen, die Kinder (einige besonders), die Schwestern, die Ärzte, die Heilpädagogen, die Clowns, die Hobris, die MSN-Angestellten. Alle werde ich vermissen.
Es war eine gute Zeit und im Rückblick habe ich zwar wenig Fakten gelernt, aber ich fühle mich sicherer (bei weitem nicht sicher) im Umgang mit Patienten und deren Eltern.
Kurz vor dem endgültigen Abschied haben wir eine wunderschöne Weihnachtsfeier mit Bowling verbracht. Unsere tolle Gruppe hat natürlich gewonnen. Was nicht heißt, dass ich mich mit Ruhm bekleckert habe. Ganz im Gegenteil...
An meinem letzten Tag hatte ich noch eine wirklich furchtbare Begegnung mit der Verwaltung. Bei der Zimmerabnahme habe ich zum ersten mal die Zickigkeit in Person erlebt. Schade, dass es so verbitterte Menschen gibt.
Dafür bin ich von meinen Stationen wirklich lieb verabschiedet worden. Mit selbst gebastelten Karten und einer kleinen Finanzspritze.
02.12.2007
Sønderborg - mal wieder
Von dort aus ging es dann am Sonnabend nach Lübeck. Eigentlich eine doofe Idee, am Sonnabend vor dem ersten Advent, nach Lübeck zu fahren. Es war ein Geschiebe und Gedränge und so viel mehr zu sehen als in Kiel gibt es nicht. Nun gut, die Stadt an sich ist hübscher und die Aufmachung der Weihnachtsmärkte ist schöner, einfach liebevoller. Wir 4 Mädels waren schön im Hieronymus essen. Wirklich lecker und urgemütlich. Auch die Märchenfigurenaustellung war sehenswert. Bevor es so richtig dunkel werden wollte, sind wir wieder nach Kiel gefahren, haben noch einen Besuch in der Notfallpraxis im Städtischen Krankenhaus gemacht und dann ging nur noch Schlafen.
08.11.2007
Lauter süße Babys
Meine beste Freundin, die mich immer anlacht. Das tut sie, obwohl ich ihr schon Blut abgenommen und einen Zugang gelegt habe. Bevor ich nach Hause gehe, muss ich immer noch mal ne Runde mit ihr lachen. Wenn ich wieder weg bin, werde ich die kleine echt vermissen. Oder meine kleine Perle, mein Christkind. Sie ist zwar nicht am 24.12. geboren, aber ein Christkind ist sie trotzdem. Wir haben stundenlang gekuschelt. Nach ihren Schreianfällen ist die kleine Maus dann erschöpft auf meinem Arm eingeschlafen.
Richtig gern hatte ich auch die Zwillinge, an denen ich meine erste Erstversorgung machen durfte. Immer unter Beobachtung, aber trotzdem ganz allein habe ich Kind 1 versorgt. Alles dran, alles hübsch, alles gut. Nur eben klein und was für die Kinderstation. die durften aber auch bald mit Mama und Papa nach Hause.
Traurige Geschichten gibt es leider auch immer. Der kleine Kämpfer, der den Kampf nach wenigen Tagen verloren hat. Die kleine Ziege, die keine Mama mehr hat. Das Kind, das ein Kind hat. Die kleine Made, die wegen der vielen Geschwister Aufmerksamkeit nur in Form von Essen bekommen hat...
Und trotzdem, ich habe mich jeden Abend schon auf den nächsten Morgen gefreut. Das gute ist ja, dass die meisten Kinder putzmunter und gesund, wie es sich gehört, nach Hause gehen. Und das Lächeln der Kinder ist einfach unschlagbar!
03.11.2007
Munteres PJler tauschen
Was ich nicht wusste, dass es nur einen kleinen Teil doofer Schwestern unten gibt. Die meisten sind sogar ziemlich großartig. Gleich der erste Tag war ein Highlight. Ich war total in meinem Element. Kleine brüllende Babys um mich herum und ich durfte alles machen. Untersuchen, Zugang legen, Blut abnehmen und mit den Eltern reden.
Zwischendurch gab es auch traurige Kinder dazwischen. Meine kleine Prinzessin, die mit viel zu wenig Gehirn auf die Welt gekommen ist. Oder der große Starke, der seine Eltern nur einmal am Tag für eine Stunde sehen konnte. Und dabei wollte das Kerlchen nur rumgetragen werden. Gut, dass ich sowas so gerne mache. Arztbriefe schreibe ich grundsätzlich lieber mit Kind auf dem Schoss oder wenigstens mit Kinderwagen, den ich schaukeln muss.
Die kleinen Sternipark-Kinder waren auch furchtbar schnuffig. Ich hätte sie klauen können, weil die einfach so niedlich waren. Da hat es mich auch wirklich nicht gestört, wenn ich mal bis 18.30 Uhr auf Station geblieben bin. Zuhause ist es zwar auch schön, aber mit DEN Kindern und DEN Schwestern und DEN Ärzten ist es fast noch schöner.
05.10.2007
Wo liegt eigentlich Utrecht?
In Utrecht selber gibt es im Dunkeln wenig zu sehen. Nur das Haus. Als ich da war, waren leider keine Pilze in der Küche. Manchmal wachsen da richtige Pilze, so wie Champignons. Hätte ich ja gerne gesehen. Irgendwann kam auch Ines aus ihrem Büro nach Hause. Wir haben gemütlich gegessen und noch bis in die Nacht gequatscht. Schön war der erste Abend.
Am Samstag Morgen musste Ines wieder früh aufstehen, also vor 12.00 Uhr Mittag. Und das nur, weil wir Hunger hatten und den Tag nicht im Haus verbringen wollten. Wir sind durch Utrechts IKEA gebummelt (auch nicht anders als der in Hamburg oder Kiel oder Oslo) und haben dann einige GeoCaches in der Nähe gesucht. Das hat wirklich Spaß gemacht. Wir waren viel draußen, in Parks und im Wald und sind durch die Gegend geschlichen und haben kleine Schätze
Auf dem Weg nach Eindhoven sind wir in s-Hertogenbosch vorbeigekommen. Ein kleiner verschlafener, aber sehr liebevoll eingerichteter Ort. Auch hier haben wir ein paar Caches gesucht und gefunden. Und wir waren typisch holländisch essen - beim Griechen. Hihi. Immerhin war es eines dieser schnuffeligen Häuser. Und die Kirche haben wir uns auch angesehen. Bis es dann Zeit war nach Eindhoven zum Geburtstag weiter zu fahren. Ok, wenn wir nicht gewesen wären,
Wir haben uns auch noch die Sandkathedrale angeguckt und den Stern der Kirchen. Alles Backstein und hübsch gebaut. Kann doch ganz nett sein, dieses Holland.
Abends hat Ines mich zum Zug gebracht und ich durfte wieder zurückfliegen. Und dann aber fix nach Flensburg fahren, denn Montag sollte mein erster Tag auf der E3 sein.
11.09.2007
E4
Richtig nett sind auch die Wochenend-Dienste. Ganz entspannt, ohne Routine-Hektik das eine oder andere Kind aufnehmen. Macht Spaß und lässt die Zeit rumgehen. Denn sonst können Wochenenden schon sehr lang sein hier oben.
Meine WG ist übrigens die allertollste auf der ganzen Welt. Vielleicht nicht die sauberste, aber die netteste. Sogar mein Durchgangszimmer hat sich als überaus nett herausgestellt.
28.08.2007
Flensburg oder ist das nicht eigentlich schon Dänemark?!
Der dänische Einfluss ist zum Glück überall präsent. Im Krankenhaus liegen dänische Tageszeitungen aus, viele der Ärzte und Schwestern sprechen dänisch und die typische skandinavische Ruhe und Gemütlichkeit kommt viel stärker zum Vorschein als im restlichen Deutschland.
Jetzt heißt es also: Auf in einen neuen Lebensabschnitt.
23.08.2007
Ayutthaya
Genauso so heißt die Stadt, die ehemals Hauptstadt von Siam war. Bitte die letzte Silbe betonen, damit es einigermaßen richtig klingt und die Thai verstehen, wo man hin will... Nachdem ich also gelernt habe, wie man den Namen der Stadt ausspricht konnte es ja losgehen. Der Weg zum Bahnhof ist einfach. Mit der U-Bahn bis zur Endstation und schon kann es mit dem großen Zug weitergehen. In der Bahnhofshalle werden wir sofort von einem hilfbereiten Touri-Info-Mann angesprochen, wo wir hin wollen.
Der Zug sollte um 8.20 Uhr fahren. Um 9.20 haben wir überlegt, ob wir gehen sollen. Aber dann kam der Zug und wir waren begeistert. Klimatisierte Wagen. Leider währte diese Freude nicht lange, denn unsere Tickets waren für die 3. Klasse. Soviel zum Thema klimatisiert und Sitze. Also haben wir die 1,5 Stunden oder auch 70 Kilometer gestanden und den Fahrtwind genossen.
In Ayutthaya angekommen, suchen wir uns ein TukTuk und tuckern los. Auf zum ersten Tempel! Hier wohnt ein Buddha, der aus purem Gold sein soll 15 Meter hoch und sehr beeindruckend. Beeindruckend war die Sache auf jeden Fall. Nur leider war der Buddha hinter einem Gerüst verborgen und mit vielen Tüchern geschützt. Hier herrscht auch wieder reges Treiben. Einige Schulklassen sind unterwegs und bekommen Vorträge oder dürfen sich von einem Mönch segnen lassen.
Als wir gerade den Tempel verlassen wollen, hält uns eine Lehrerin an. Ob wir englisch sprechen, möchte sie wissen.
20.08.2007
Heiss, feucht, voll - ganz klar: Bangkok
Trotz Sauna nehmen wir den Airport-Express-Bus. Er fährt uns bis fast vor die Haustür. Unser Hostel liegt im Soi 32 an der Sukhumvit Road, nur wenige Meter vom SkyTrain entfernt. Also perfekt. Und ein
Der größte Flohmarkt Asiens bietet alles an, was man sich nur vorstellen kann. T-Shirts (alles "echt"), Schuhe, Hosen, Blumen, Möbel, Bücher, Schmuck, Leder, Obst, Gemüse, Seide, Seife, Küchenzubehör, Holzarbeiten, Teppich und noch viel mehr. Nachdem ein paar
Der Grand Palace ist auch beim 2. Besuch noch wahnsinnig faszinierend. Die Mosaike der Tempel glitzern in der Sonne und jeder einzelne Stein wirkt so, als würde er da und nur da, wo er klebt hingehören. Der Smaradgbuddha, der zwar "nur" aus Jade ist, thront majestätisch über den Touristen, den betenden Thai und Mönchen. Alles wuselt herum und keiner
Nach langen Stunden in den Tempelanlagen machen wir uns auf den Weg zurück. Wir gehen aber
19.08.2007
Wieder in Sydney
Unser Hostel in Sydney ist wieder mal eine Herberge der besseren Art. In der Glebe YHA gibt es eine wunderbare Sonnenterasse (jetzt grad nicht so super, es
Unser Flug führt uns über Brisbane nach Bangkok. Wir haben die besten Plätze und ich schlafe schon bald nach dem Start ein und wache kurz vor der Landung in Bangkok auf. Herrlich, genau so soll es sein. In Bangkok kommt dann eine Welle heißer Feuchter Luft auf mich zu. Dabei ist es noch wirklich früh am Morgen und die Sonne ist noch nicht mal aufgegangen. Na das kann ja heiter werden...
16.08.2007
Kaengurus und ich
In Lakes Entrance ist es abends kalt. Richtig kalt. Ich meine so kalt, dass eine Heizung im Zimmer von bitterster Notwendigkeit ist. Leider hatte unser Zimmer KEINE Heizung, dafür aber den Charme der 50er Jahre. Hat auch was für sich... Vollkommen durchgefroren, aber glücklich nicht erforen zu sein, beginnen wir den Tag. Weiter geht der Weg nach Merimbula. Hier soll es viele tolle Tiere geben. Lorikeets (kleine Papageien) und vor allem Kängurus!!! Schon auf dem Weg nach Merimbula sitzen einige auf einem Golfplatz und futtern das saftige Gras. Praktisch, so können sich die Golfplatzbesitzer das Rasenmähen sparen! Die Herde scheint sich durch die herumfliegenden Golfbälle nicht stören zu lassen. Ganz entspannt nehmen sie ihren Imbiss. Von Zeit zu Zeit springt eines mal über den Rasen. Endlich habe ich auch mal ein hüpfendes Känguru gesehen. Die meisten, die ich bis dahin gesehen hatte, waren leider tot :-( Aber diese sind glücklicherweise richtig quietschlebendig und absolut niedlich. Einige der Känguruweibchen haben eindeutig Nachwuchs im Beutel. Ein Baby ist schon so groß, dass es den Kopf rausstreckt
und ganz neugierig den Golfern zuschaut.
Ich könnte stundenlang den Kängurus beim Essen und Springen zusehen, aber wir wollen weiter. Zum Glück sind wir früh in Merimbula und können noch lange die Gegend erkunden. Auf dem Campingplatz im Nachbardorf Pambula soll es eine weitere große Känguruherde geben. Nichts wie hin! Tatsächlich, mitten auf dem Campingplatz sitzen ein paar Tiere und auf der Weide daneben auch! Mit den Campingplatz-Roos trete ich in näheren Kontakt. Ich hocke mich hin und lasse die Kängurus entscheiden, ob sie mich kennenlernen wollen. Und wie sie wollen! Einige schnüffeln nur an meiner Hand, stellen fest, dass ich kein Artgenosse bin und gehen wieder, andere schnüffeln sich bis zu meiner Nase vor. Nur wenige Zentimeter haben mich in diesen Momenten von einem echten, freilebenden Känguru getrennt! Unser Mittagessen wollten wir irgendwo am Strand essen, aber hier bei den Kängurus ist es doch viel netter. Das Rascheln der Papiertüten scheint die Herde gut zu kennen. Im Nu sind wir umringt von hungrigen Beuteltieren. Sie greifen nach den Tüten und beissen genüsslich ab. Hey, ist das nicht eigentlich Menschenfutter??? So schnell, wie die waren, konnten wir gar nicht reagieren. Aber der Anblick von einem Känguru, dass eine Papiertüte festhält, um von dem Menschen-Mittagessen abzubeissen, der ist einmalig. Da die Kängurus so dicht dran waren, konnte ich sogar einige streicheln und – jetzt kommt das allertollste: ich konnte einem Känguru in den Beutel fassen! Richtig in den Beutel, in dem das Baby wohnt. Herrlich kuschelig und warm und weich ist es dadrin!
Apropos Beutel und Baby, die Babykängurus, die im Beutel sind, sind sehr, nun ja, gelenkig. Sie können kopfüber in den Beutel der Mutter klettern. Dann hängen die Hinterpfoten raus, manchmal auch der Schwanz. Wenn das Baby dann wieder rausgucken möchte, steckt es einfach den Kopf raus. Die Hinterbeine gucken aber weiterhin raus. Kängurus sind ja sooooo toll!
Leider mussten wir uns nach diesem tollen Nachmittag wieder von den Roos verabschieden, da die Reise (sehr langweilige Straßen) nach Sydney weitergeht.
13.08.2007
Die Wueste lebt
Recht knapp in der Zeit sind wir da und checken ein. Einen Fensterplatz gibt es nicht mehr, aber Gangplätze. Das Qantas-Essen ist so mäßig, das Trinken perfekt. Kleine Flaschen mit Wasser und Orange-Ananas-Maracuja-Saft *yummy*
Die Flugzeugschlafmelodie wirkt sofort und ich wache erst auf, als wir schon länger im Landeanflug sind. Die Landschaft hat sich um 180° gedreht. Die Erde ist rot und die Pflanzen anders. Alles sieht eher stachelig und zäh aus. Entgegen meiner Vermutung stehen hier aber doch viele Bäume und Sträucher. Und so heiß ist es zum Glück auch nicht, als wir übers Rollfeld zum Terminalgebäude spazieren. Schon der kostenlose Shuttlebus macht deutlich, dass hier alles auf Tourismus ausgelegt ist. Die Fahrt führt schon einmal am Uluru vorbei. Unser Dorm ist recht spartanisch, aber sehr sauber. Die Bettdecken erscheinen sehr dünn, mal sehen, wir kalt es nachts wird!
Bald haben wir Transport und Nationalparkeintrittstickets für die nächsten drei Tage gebucht und sitzen dann auch schon fast im Minibus, der uns zum Sonnenuntergang fahren wird. Es gibt im Uluru-Kata Tjuta NP eine Parkfläche für den Sonnenuntergang und eine für den Sonnenaufgang. Ich bin schrecklich gespannt, wie der Berg seine Farben verändern wird!
Der Uluru leuchtet in teracotta vor dem strahlend blauen Himmel. Langsam geht die Sonne hinter uns unter. Der Fels taucht in seinem Schatten unter und wird gräulich.Das Farbspiel, das der Himmel rechts und links von Uluru bietet ist umso gigantischer. Während es so aussieht, dass sich von unten der dunkelblaue
Nachthimmel hinaufarbeitet, ist etwas oberhalb des Horizontes der wunderbare rosa Streifen zu sehen, über dem der Himmel immer noch himmelblau ist. Warum die meisten nur Augen für den Berg haben, kann ich angesichts dieser Farbkombination nicht verstehen!
Blitzartig wird es kühl, um nicht zu sagen kalt! Kaum ist die Sonne weg, ist es Pullover-Wetter. Unter dem herrlichen Sternenhimmel der Wüste fahren wir ins Resort zurück. Die Nacht im Dorm ist nicht so kalt, wie überall beschrieben. Trotz der dünnen Decke habe ich nicht einmal gefroren. Morgens geht es wieder früh los – der Sonnenaufgang wartet =) Zusammen mit ca. 1500 anderen Menschen warten wir bei heißer Milo auf die Sonne. Endlich kriecht sie über den Horizont und dieses mal verfärbt sich der Berg von grau zu terracotta. Wiederum empfinde ich das Schauspiel rund um die Sonne als viel aufregender.
Bevor es richtig heiß wird, wollen wir um den Berg rumlaufen. NICHT raufklettern. Die Anangu-People bitten immer wieder darum, dass der Uluru nicht bestiegen wird. Ich kann nicht verstehen, warum die australische Regierung den Aufstieg nicht verbietet. Aber es ist eher einladend. Es gibt sogar ein Geländer, damit man sich auf dem Weg festhalten kann. Der Lonely Planet vergleicht das Beklettern des Uluru mit Rumklettern auf dem Altar der Nôtre Dame.
Der Rundweg ist schön. Anfangs recht frisch, weil der Monolith noch lange Schatten wirft. Die Felsformationen sind einmalig. Das rotbraune Gestein hat die eindrücklichsten Formationen hervorgebracht. Höhlen, Einschnitte, Gebilde, die wie Tropfsteine aussehen, aber keine sind und andere Konstruktionen. Faszinierend sind auch besonders die Wasserstellen, die sogar jetzt in der trockensten Zeit, Wasser führen. Infotafeln erzählen sehr schön einige der hier wichtigen Traumzeitgeschichten. Die Felsmalereien sind alt, sehr alt. Und trotzdem aktuell. Früher dienten sie als Unterrichtsstätte. Die älteren haben den Kindern beigebracht, wie sie hier in der Steppe oder Wüste überleben. Einige der Symbole sind noch gut zu erkennen, andere sind schon recht verblichen.
Langsam steigt sie Sonne höher und es wird wärmer. Immer noch gut auszuhalten, aber deutlich anders als morgens im Schatten. Die heiligen Stellen am Berg werden immer noch von den hier lebenden Aborigines genutzt. Daher ist das Betreten und Fotografieren verboten. Immerhin! Besonders schön anzusehen ist die Region von Mala. Mala ist ein Wallaby aus einer Traumzeitgeschichte. Das Malafest hat nach wie vor große Bedeutung in der Gemeinde. Im Uluru ist der Beutel des Wallaby zu sehen. Auch ohne viel Phantasie kann ihn jeder hier sehen.
Sobald ich stehen bleibe, fallen allerdings einige Fliegen über mich her. Zum Glück haben wir Netze, die die Fliegen wenigsten aus meinem Gesicht fernhalten.
Die Mittagshitze verbringe ich mit einem gemütlichen Mittagsschlaf im Resort. Dann geht es nachmittags wieder in den NP, dieses mal zum Kulturzentrum. Die Ausstellungen sind wirklich schön und sehr lehrreich. Vom traditionellen „Bushtucker“ über die Geologie, Flora uns Fauna gibt es ganz viel über die Aborigines, ihre Geschichte und die Bedeutung von Uluru in der Traumzeit, die sich bis heute hinzieht.
Abends dürfen wir noch einmal Zeuge des Sonnenuntergangs werden.
Am Sonntag ist, mal wieder, Aufstehen vor Sonnenaufgang angesagt. Die Kata Tjuta (viele Köpfe) warten. Der Sonnenaufgang hier ist fast schon schmerzhaft schön. Unter dem wunderbaren Sternenhimmel stehen wir da und beobachten den Horizont. Der silberne Streifen wird langsam breiter und färbt sich rosa, dann kriecht die Sonne über den Horizont und das ist einfach genial.
Wie ein Feuerball strahlt es über der weiten Ebene. Die Leuchtkraft und Farbintensität ist unbeschreiblich. Als die Sonne als volle Kugel am Himmel steht, leuchten auch die Felsen von Kata Tjuta in schönstem Terracotta. Dahin soll es weitergehen.
Das Tal der Winde bietet einen gemütlichen Rundwanderweg von 8km. Genau das richtige für mich. Ein einfacher Weg, gut ausgebaut und in 2 Stunden locker zu schaffen. Durch den Wind ist es anfangs kühl. Aber der Ausblick auf die Ebene lässt mich mein Frösteln schnell vergessen. Durch eine Schlucht kann ich kilometerweit über das flache Land blicken. Auch hier sind die Felsformationen beeindruckend. Mich hat diese Wanderung wesentlich mehr begeistert, als die um den Uluru herum. Hier sind wesentlich weniger Menschen und ich konnte die Laute der Stille genießen, konnte mich mehr auf die besondere Atmosphäre einlassen und die Landschaft aufnehmen. Kata Tjuta sind absolut empfehlenswert!
Den Nachmittag verbringen wir künstlerisch, mit der bekannten Punktmalerei der Aborigines. Wir lernen viel über die alten und trotzdem aktuellen Symbole und dürfen uns selber in der Malerei versuchen. Es macht unheimlich viel Spaß und ich habe das Gefühl, ein Stück der Kultur mit nach Hause nehmen zu dürfen.
10.08.2007
Great Ocean Road
Ich finde Unmengen an Muscheln und anderem Getier. Schwämme und angespültes Holz liegen in malerischen Formationen am Strand und ich kann mich an der Atmosphäre gar nicht satt
Unser naechstes Ziel ist Foster, am Kopf des Wilson Promontorium, einer wunderschönen Halbinsel, von der ich viel zu wenig gesehen habe. Die YHA in Foster ist es wert, dort mindestens eine Nacht zu bleiben. Mit nur 10 Betten ist es sehr klein. Die Küche ist mit allem ausgestattet, was man sich nur vorstellen kann. Vom Sandwichtoaster über einen Mixer bis hin zur Mikrowelle mit Grill ist alles da.
Fast traurig verlassen wir die Jugendherberge und fahren weiter über Melbourne nach Lorne. Die mautpflichtige Strasse in Melbourne kann man nur mit einem sogenannten e-tag, einer elektronischen Plakette bezahlen. Haben wir aber nicht. Args! Gottseitdank finde ich heraus, das ich innerhalb von 3 Tagen bei jeder Post in Australien ein Tagesticket nachlösen kann.
Puh, noch
Ansonsten sehen wir von Melbourne nicht viel, ausser den viktorianischen Märkten. Und die sind sehr schön.
Kurz nach Melbourne fängt die eigentliche Great Ocean Road an. Mama lernt hier den Unterschied zwischen Geradeaus und Abbiegen, trotzdem kommen wir sicher an. In Lorne wohnen wir wieder im YHA. Eine schmale und steile Leitertreppe führt uns in unser Schlafgemach. Das Bett ist etwas hart, aber eine Nacht werde ich dort sicher schlafen können.
Hier gibt es unendlich viele Kakadus. Und in der Küche steht Vogelfutter.
Abends beschließen wir, einen kleinen Ausflug zu den Glühwürmchen zu machen. Wir sehen zwar vieles, aber keine Glühwürmer... Eine Eule fliegt über die Straße, es ist inzwischen richtig dunkel und vom Wombat sehe ich nur das Hinterteil. Dafür hoppelt in aller Seelenruhe ein kleines Känguru am Straßenrand herum. Am liebsten würde ich so eins mitnehmen. Die sind so toll!
Unser Weg führt weiter am Wasser entlang. Ein morgendlicher Spaziergang am menschenleeren Strand ist doch ein wunderbarer Start in den Tag. Wir machen
Bald kommen wir den 12 Aposteln näher und beschließen hier in der Nähe eine Unterkunft zu suchen. Gar nicht weit weg finden wir eine. Auf einem Campingplatz stehen einige Hütten, in denen wir gemütlich schlafen können. Nachmittags machen wir uns dann auf die Apostel zu begrüßen. Stummt stehen sie im Wasser, nur von Abermillionen Touristen bewacht. Eindrucksvoll ist es, mitten in einem Bild aus dem Reiseführer zu stehen und dabei Teil des Bildes
Wir machen uns wieder auf den Weg Richtung Melbourne und verbringen einen wunderbaren Tag
Melbourne erreichen wir dann schnell und auch dort erkunden wir die Stadt, die so furchtbar riesig ist und mit dem berühmt berüchtigten Hook-Turn das Autofahren zum Albtraum macht. Aber trotzdem hat Melbourne einiges zu bieten. Wir gehen in den Zoo, in der Hoffnung, dass wir dort ein Schnabeltier sehen können. Es zeigt sich leider nicht. Dafür sehen wir jede Menge anderer Tiere und dürfen wieder einmal einen Koala streicheln.
Den Abend verbringen wir sehr gemütlich mit Sarah zusammen beim Italiener.
09.08.2007
Skifahren? Wo? In Australien?
Genau Skifahren in Australien! Auf die Bretter habe ich es leider nicht geschafft dieses mal, aber die Möglicheit existiert durchaus. Die Snowy Mountains, mit dem höchsten Berg Australiens haben ausgezeichnete Anfänger Hügel! Der Weg von Canberra an den südlichen Ozean führt indirekt (also mit einem riesigen Umweg) durch die Snowy Mountains. Aber jeder Kilometer des Weges hat sich gelohnt! Schnee, Hochebene, steile Kurven, hohe Berge und herrlicher Sonnenschein!
Meterhohe Bäume säumen die Schotterstraße, dann weiter oben in den Bergen gar keine Bäume mehr. Und keine 200m weiter wieder dichter Wald. Ein grünes Paradies! Kaum zu glauben, dass 2003 alles niedergebrannt ist! Auch wenn Eukalypten hin und wieder Bushfeuer brauchen, damit sie sich vermehren können, aber das Feuer hatte zestörerische Auswirkungen. Heute erinnern nur
Kein Stück traurig verlassen wir diese Unterkunft uns fahren weiter. Wir wollen an die Küste. Jetzt!